Streik bei Amazon geht weiter

Gewerkschaft Neben Leipzig streiken 5 weitere Standorte

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Foto: ollo/Getty Images

Leipzig. Wie BLICK berichtete, ging die Gewerkschaft Verdi am gestrigen Dienstag gemeinsam mit den Leipziger Arbeitnehmern des Großkonzerns Amazons in den Streik.

Die Mitarbeiter forderten neben einer 38 Stunden Woche auch sechs Wochen bezahlten Urlaub, sowie Weihnachtsgeld. Dies seien Bedingungen, die für die Branche normal sind, erklärte Verdi-Fachbereichsleiter Jörg Lauenroth-Mago vor Beginn des Streiks am Montag.

Streik umfasst fünf Standorte

Mit Beginn der Frühschicht um 6.30 Uhr rief Verdi zum Fortsetzen des Streiks auf. Die Beschäftigten sollen erneut bis zum Ende der Spätschicht um 23.30 Uhr die Arbeit niederlegen. Und Leipzig bleibt dabei nicht alleine. Nachdem am Dienstag rund 360 Angestellte dem Aufruf der Gewerkschaft in Leipzig folgten, schlossen sich Kolleginnen und Kollegen aus Bad Hersfeld, Rheinberg, Werne und Koblenz an.

Streikleiter Thomas Schneider beschreibt die Stimmung während der Arbeitsniederlegung als "richtig gut und frei von Frühjahrsmüdigkeit". Aufgrund des vorangegangenen langen Wochenendes sei Amazon nun einem erheblichen Stau beim Einlagern der Waren und Pakete-Packen ausgesetzt. Damit soll ein Zeichen gesetzt werden.

Amazon lehnt Tarifverhandlungen weiter ab

"Tarifverträge müssen für alle gelten. Deswegen fordern wir die Arbeitgeber und die Politik auf, die Tarifverträge des Einzel- und Versandhandels für allgemeinverbindlich zu erklären. Arbeit hat seinen Wert und muss entsprechend bezahlt werden.", betont Lauenroth-Mago

Zum aktuellen Zeitpunkt will der Konzern jedoch keinerlei Tarifverhandlungen aufnehmen. Wie hartnäckig und wie lange die Streikenden ausharren, ist noch unklar.