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Corona-News

Super-Gau für Last-Minute-Geschenke? Viertägiger Streik bei Amazon in Leipzig

Streik Schlechte Arbeitsbedingungen, häufige Kontrollen und wenig Wertschätzung als Beweggründe

Leipzig. 

Leipzig. Verdi ruft die Beschäftigten aller Schichten ab dem heutigen Montag um 0:15 Uhr, zum Streik auf. Die Arbeitsniederlegungen enden nach vier Tagen am Heiligabend um 15 Uhr. Pikant: Durch den coronabedingten Lockdown hat eine Vielzahl von Einzelhandelsgeschäften geschlossen. Amazon wäre daher in diesem Jahr eine ganz besondere Option für den Last-Minute-Geschenkekauf.

Erfolg des Unternehmens kommt bei den Beschäftigten nicht an

40 Prozent Umsatzwachstum und Gewinnsteigerungen, die scheinbar keine Grenzen kennen, auf der einen Seite. Schlechte Arbeitsbedingungen, ständige Kontrollen und mangelnde Wertschätzung auf der anderen Seite. So beschreibt Jörg Lauenroth-Mago, Fachbereichsleiter für den Handel, die Situation bei Amazon. "Amazon wehrt sich noch immer, den Tarifvertrag für den Einzel- und Versandhandel zur Anwendung zu bringen. Deshalb werden wir weiter an der Seite der Beschäftigten stehen, die den Tarifvertrag fordern", verspricht der Gewerkschafter.

Plakat soll auf den Streik hinweisen

Die Streiktage werden mit der Enthüllung eines Großflächenplakates vor dem Versandzentrum eingeläutet. "Am Montag gegen 10 Uhr werden wir den Amazon-Chef Jeff Bezos sehen, wie er vom Weihnachtsmann das ihm gebührende Weihnachtsgeschenk bekommt", kündigt der Streikleiter Thomas Schneider an. Die Enthüllung wird unter Beachtung der entsprechenden Bestimmungen im Beisein eines kleinen Kreises der Streikenden stattfinden.

Unternehmen: "Keine Auswirkungen auf Kundenlieferungen

Update: Amazon Public Relations-Manager Michael Schneider stellte am Montagmorgen klar, dass es keine Auswirkungen auf die Auslieferungen der Bestellungen geben wird: "Mit dem erneuten Lockdown kommt vielen Einzelhändlern in Deutschland - einschließlich Amazon - die wichtige Rolle zu, Waren für Menschen im ganzen Land nach Hause zu liefern. Dabei unterstützen wir zehntausende kleine und mittlere Unternehmen und ermöglichen ihnen, ihre Produkte online über den Amazon Marketplace zu verkaufen. Mehr als 16.000 fest angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie mehr als 10.000 Saisonkräfte helfen uns aktuell dabei, den Menschen gerecht zu werden, die sich in diesen Zeiten auf uns verlassen. Wie jeden Tag konzentrieren sich auch heute unsere Teams darauf, die Pakete zum Kunden zu bringen. Auswirkungen auf Kundenlieferungen haben die Aktionen nicht, der allergrößte Teil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeitet ganz normal."



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