Tagung zum Rechtsextremismus in Sachsen eröffnet

Wissenschaft Freistaat im internationalen und interregionalen Vergleich

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Foto: simonkr/Getty Images/iStockphoto

Dresden. Ist Sachsen im Vergleich mit anderen Bundesländern oder vielleicht sogar international gesehen eine Hochburg des Rechtsextremismus? Bei der zweitägigen Tagung "Hochburg des Rechtsextremismus? Sachsen im interregionalen und internationalen Vergleich" am Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung (HAIT) diskutieren Wissenschaftler diese und weitere Fragen. Gesucht wird auch nach Gründen für eventuell aufgedeckte Besonderheiten in Sachsen in Bezug auf den Rechtsextremismus.

"Rechtsextremismus ist für mich nicht hinnehmbar."

Zur gestrigen Eröffnung fand Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange klare Worte: "Die Rechtsextremismuserscheinungen beeinträchtigen das gesellschaftliche Leben, das Image des Freistaats und damit indirekt die wirtschaftliche, wissenschaftliche und kulturelle Entwicklung zu sehr, als dass wir uns auf unsere gefühlte Wahrnehmung verlassen können. Eine klare wissenschaftliche Diagnose hilft der Politik, den gesellschaftlichen Akteuren, den Sicherheitsbehörden, sich zu positionieren und zu agieren. Rechtsextremismus ist für mich nicht hinnehmbar."

"Bald nachdem sich im Jahr 2015 der Freistaat Sachsen im Zusammenhang mit Wahlergebnissen, politisch motivierter Gewalt, Aktionen gegen Flüchtlinge und schließlich der Pegida-Bewegung in Negativschlagzeilen sah, hat das HAIT erklärt, dieses wissenschaftlich untersuchen zu wollen", erklärt Ministerin Stange weiterhin. Das Institut erhält vom Freistaat Sachsen institutionelle Förderung, für ausgewählte Studien gibt es nochmals eine Projektförderung.