Tillich: "Sachsen und Bayern rücken zusammen"

Bahn ICE-Trasse von Berlin nach München eingeweiht - Tillich-Kritik an Chemnitzer Anbindung

tillich-sachsen-und-bayern-ruecken-zusammen
Ein Zug der MRB bei der Fahrt aus dem Hauptbahnhof Chemnitz in Richtung Zwickau. Foto: Andreas Seidel

Für eines der bedeutendsten Verkehrsprojekte seit der Wiedervereinigung gab es vergangene Woche grünes Licht: Das "Verkehrsprojekt Deutsche Einheit" der Deutschen Bahn (VDE 8) ist nach 25 Jahren und Baukosten von rund zehn Milliarden Euro abgeschlossen worden. In weniger als vier Stunden geht es auf der ICE-Trasse nun von Berlin nach München. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich begrüßte in Leipzig den offiziellen Start der schnellen Bahnverbindung.

Schnelle Verbindungen auch in Chemnitz

"Der heutige Tag bringt einmal mehr gute Nachrichten: für die Menschen in unserer Region, für unsere Wirtschaft und für den Tourismus. Sachsen und Bayern rücken damit noch ein Stück enger zusammen. Schnelle Verbindungen von und nach Sachsen sind wichtige Bausteine für die erfolgreiche Entwicklung des Freistaates", sagte Tillich. Er fügte jedoch hinzu: "Nun muss es darum gehen, dass nicht nur die Metropolen Leipzig und Dresden von schnelleren Verbindungen profitieren. Die Staatsregierung wird hier weiter dranbleiben."

In dem Zusammenhang erinnerte er an die Forderungen der Staatsregierung nach einer zügigen Elektrifizierung und einem Ausbau unter anderem der Strecken von Leipzig nach Chemnitz und von Dresden über Bautzen nach Görlitz.

"Gerade Regionen wie Südwestsachsen und die Lausitz werden sich nur dann gut entwickeln können, wenn sie deutlich besser als bisher ans Bahnnetz angebunden werden." Eine große Entwicklungschance für Sachsen und Deutschland sieht Tillich in einer besseren Anbindung zu den Nachbarn in Mittel- und Osteuropa.



Bewerten Sie diesen Artikel:4 Bewertungen abgegeben