Tipp in der kalten Jahreszeit: 5 Thermen in Sachsen, die zum Entspannen einladen

Raus aus der Kälte, rein ins warme Wasser: Diese fünf Thermen in Sachsen sind ideale Rückzugsorte für Ruhe, Gesundheit und Wohlbefinden.

Region

Was gibt es Angenehmeres als bei kaltem Winterwetter einer Therme einen Besuch abzustatten? Gerade nach dem Feiertagsstress brauchen viele Menschen ein bisschen Entspannung oder wollen sich bei den kalten Temperaturen draußen einfach mal gemütlich aufwärmen. Doch welche Adressen gibt es in der Region?

Was die Therme vom Erlebnisbad unterscheidet

Vorab: Eine Therme ist kein Spaß- oder Erlebnisbad. Thermen zeichnen sich dadurch aus, dass sie natürliches Heil- oder Thermalwasser aus tiefliegenden Quellen in der Erde beziehen, was mineralhaltig ist. Die Quellen sollen medizinische und gesundheitliche Wirkung mit sich bringen, die beispielsweise bei Rücken-, Gelenk- oder Hautproblemen förderlich sein können und vor allem Anwendung in der Behandlung von Rheuma, Durchblutungs- oder Atemwegserkrankungen finden.

In Thermen sollen die Gäste Entspannung, Wärme und Regeneration finden, keine Wasserrutschen oder Kinder-Animationsprogramme. Stattdessen gibt es Ruhebereiche, Saunen, warm Becken und das Wasser wird regelmäßig durch strenge Auflagen kontrolliert. Viele Thermen liegen deshalb in staatlich anerkannten Kurorten, wie Bad Elster oder Bad Schandau.

5 Adressen für den Besuch in der Therme

Auch in Sachsen gibt es einige Anlaufstellen für Thermen:

Toskana Therme Bad Schandau

Im Kurort Bad Schandau in der Sächsischen Schweiz gibt es die Toskana Therme. Hierbei handelt es sich um eine Mineraltherme mit Solebecken, Sauna & Wellness-Bereich. Sie ist beliebt für Entspannung und Gesundheitsaufenthalte mit Blick auf die Elbe. Eine Tageskarte gibt es ab 38 Euro. Auch ein Aufenthalt für 2 oder 4 Stunden ist möglich. Es gibt vor Ort auch ein Hotel, eine Beachbar, eine Saunalandschaft und ein Restaurant. Zudem werden Klang-Erlebnisse angeboten.

Bad Brambach Therme

Die Sächsische Staatsbäder GmbH - betreibt in Bad Brambach im Vogtland eine Bade- und Saunalandschaft mit Saunadorf und warmem Wasser (32 °C). Das ist eine Thermen- bzw. Gesundheitsbad-Anlage mit Fokus auf Entspannung und Therapien (Radonheilkunde, Balneoangebote) und gehört zu den staatlich anerkannten Gesundheitsbädern in Sachsen. Das Thermalwasser wird für Radon-Therapien genutzt, aber in den Badebecken selbst ist es nicht direkt radonhaltig, vielmehr werden die Therapien separat angeboten. Hier kann man Kuren für mehrere Tage und Wochen buchen. Ein Entspannungstag kostet 95 Euro pro Person. Es gibt viele verschiedene Massageangebote und Klangtherapie. 

Silber Therme Warmbad

Warmbad ist ein Ortsteil der Stadt Wolkenstein in der Sächsischen Schweiz. Hier ist die Silbe Therme Warmbad zu finden. Zu den Angeboten gehören die Thermewelt, die Saunawelt, eine Kältekammer und Angebote aus der Physiotherapie. Das Therapiebecken hat 32 Grad Celsius Wassertemperatur. Auch Aquafitness und Wassergymnastik wird hier geboten. Eine Tageskarte kostet hier 26,50 Euro. Möchte man eine Tageskarte mit Therme und Saunawelt kostet sie 30 Euro.

Gesundheitsbad Actinon Bad Schlema

Mitten im Erzgebirge, im Auer Ortsteil Bad Schlema ist das Actinon zu finden - ein Gesundheitsbad, dass sich auf therapeutische Bad- und Wellnessangebote mit Heilwasser spezialisiert hat - ideal für gesundheitsorientierte Besucher. Eine Tageskarte für die Wasserwelt inkl. Solewelt kostet 25 Euro. Eine Tageskarte für die Wasserwelt inklusive Saunawelt kostet 28 Euro. Am Wochenende werde Zuschläge von bis zu 3 Euro erhoben.

Soletherme & Saunawelt Bad Elster

Die Große Sole- und Thermaltherme in Bad Elster ist bekannt für ihren historischen Spa-Charakter. Besonders geeignet ist sie, wenn man Wellness- und Gesundheitsurlaub im Vogtland machen möchte. Eine Tageskarte kostet 30 Euro. Möchte man die Therme und Sauna gemeinsam besuchen, kostet die Tageskarte 35 Euro. Die Badelandschaft im Albert Bad ist zugänglich. 

Anmerkung: Die Sachsen-Therme in Leipzig ist ein großes Wellness-Bad mit Saunalandschaft. Anders als klassische Thermen nutzt sie jedoch kein natürliches Thermalwasser aus der Erde, sondern technisch erwärmtes Wasser - und gilt deshalb nicht als echtes Thermal- oder Heilbad.

Welche Orte in Sachsen als offizielle Kurorte anerkannt sind

Bad Elster im Vogtland ist als klassischer sächsischer Kurort mit historischen Spa-Traditionen und Heilquellen anerkannt. Auch Bad Brambach ist ein offizieller Kurort im Vogtland. Den Titel hat es seiner Radon-Heilquelle zu verdanken. Hier findet sich ein Radon-Therapiezentrum zur Linderung vom Schmerzen.

In der sächsischen Schweiz liegen die Gemeindeteile Bad Gottleuba und Berggießhübel, die ebenfalls staatlich anerkannt Kurorte sind. Hier geht es um Kneipkuren und Moorheilbad. Ebenfalls in der Sächsischen Schweiz liegt der Kurort Bad Schandau, der seit 1800 bereits Kurort ist. 2010 erhielt die Stadt den Titel "Kneippkurort".

Seit mehr als 100 Jahren ist Warmbad bereits als Kurort ausgezeichnet. Hier findet sich eine der ältesten natürlichen Thermalquellen.

Seit 2021 ist auch Bad Schlema im Erzgebirge offiziell wegen seines Radonheilbads anerkannter Kurort.

Auch Bad Lausick bei Leipzig hat den offiziellen Titel eines Kurorts erhalten. Es gibt hier verschiedene Kur-, Spa-, Herz- und Kreislauf-Therapieangebote, jedoch keine Therme, nur das Erlebnisbad "Riff". In Nordsachsen findet sich zudem noch der Kurort Bad Düben mit seinem Moorheilbad & Kneipp-Angeboten.

Bad Muskau ist ein Kur- und Erholungsort mit Moor- und Parktradition im Landkreis Görlitz in Ostsachsen.

Ebenfalls offiziell anerkannte Kurorte, die jedoch andere Heilkriterien erfüllen und deshalb kein "Bad" im Namen haben sind:

  • Kurort Oybin (Zittauer Gebirge) - Luftkurort
  • Kurort Seiffen (Erzgebirge) - Höhenluftkurort