Tourismusbranche in der Sächsischen Schweiz zufrieden

Reisen Vor zwei Jahren waren Teile des Elbsandsteingebirges von einem verheerenden Waldbrand betroffen. Auch der Tourismus litt darunter. Nun rechnet man mit einem guten Sommer.

Urlaub im Elbsandsteingebirge liegt in diesem Sommer wieder voll im Trend. "Wir registrieren eine gute Buchungslage und eine stabile Entwicklung im Tourismus. Es gibt aber auch in den Ferien noch freie Unterkünfte für Kurzentschlossene", sagte Tino Richter, Chef des Tourismusverbandes Sächsische Schweiz, der Deutschen Presse-Agentur. 

Genaue Zahlen für Übernachtungen lägen nur bis April vor. Demnach wurden in den ersten vier Monaten dieses Jahres 373.199 Übernachtungen registriert. Das sind etwas mehr als im Rekordjahr 2019 (366.699). Der Tourismusverband hofft nun darauf, dass der Boom anhält. 

Nach Angaben von Richter nutzen derzeit viele Wanderer den Malerweg. Er ist 116 Kilometer lang und verbindet zahlreiche Highlights des Elbsandsteingebirges. Von Liebethal führt er durch die Felsenwelt des Nationalparks Sächsische Schweiz bis zur böhmischen Grenze und auf der linken Elbseite durch das Reich der Tafelberge bis nach Pirna. Dabei sind 3600 Höhenmeter zu meistern, die Gehzeit ist mit 46 Stunden ausgewiesen. 

Sein Name erinnert daran, dass viele Maler wie Ludwig Richter und Caspar David Friedrich romantische Ansichten der Felsen in der Sächsischen Schweiz lieferten. Der 250. Geburtstag von Caspar David Friedrich habe die Aufmerksamkeit auch international erhöht, hieß es.

Verband: Waldbrand 2022 spielt in Wahrnehmung der Gäste keine große Rolle 

Ende Juli 2022 war in einem schwer zugänglichen Teil des Nationalparks Sächsische Schweiz ein Waldbrand ausgebrochen und hatte sich auf eine Fläche von etwa 150 Hektar ausgedehnt. Wochenlang waren Hunderte Feuerwehrleute auch aus anderen Teilen Sachsens und Deutschlands mit den Löscharbeiten beschäftigt. 

Für die Wälder im Landkreis galt ein Betretungsverbot, weshalb viele Urlauber ihre Ferien in der Sächsischen Schweiz absagten. Richter zufolge spielt der Waldbrand in der Wahrnehmung der Gäste keine spürbare Rolle mehr. Die Rückgänge bei den Übernachtungszahlen habe man schon 2023 kompensieren können.

"Wir sind optimistisch und freuen uns mit Blick auf die Gästezahlen über eine stabile Saison, auch wenn die Herausforderungen der kurzfristigen Buchungen und der angespannten Personalsituation insgesamt bleiben", sagte Richter.

 

 

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