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Trotz schwierigem Jahr große Erfolge gefeiert

MOTORSPORT Sportler des Jahres 2020 des ADAC Sachsen ausgezeichnet

Sachsen. 

Sachsen. Auch für die Motorsportler war das Jahr 2020 nachhaltig durch sinnvolle und weniger sinnvolle Corona-Maßnahmen geprägt. Trotz allem kam für einige Disziplinen die Saison zum Laufen bzw. wurde in abgewandelter Form irgendwie durchgezogen, trotz Einschränkungen im Trainings- und Wettkampfbetrieb.

Auch für die 48 Ortsclubs des ADAC Sachsen e. V., von denen etwa 40 ein motorsportliches Profil haben, war die Saison 2020 alles andere als normal. Rund zwei Drittel aller Prädikatswettkämpfe mussten ausfallen oder verschoben werden.

Dank der aufopferungsvollen und ehrenamtlichen Tätigkeit der Ortsclubmitglieder konnten trotzdem 23 Veranstaltungen mit nationalem oder internationalem Prädikat sowie knapp 20 prädikatsfreie Events durchgeführt werden. Bei denen kamen natürlich auch sächsische Rennfahrer in den Genuss, ihren Sport auszuüben. Davon ein großer Teil überaus erfolgreich. Die Erfolgreichsten von ihnen, zeichnete der ADAC Sachsen auch zum Jahresende 2020 wieder aus, wenngleich anders als sonst.

 

Ehre, wem Ehre gebührt - nur anders

Normalerweise ehrt der ADAC Sachsen seine Motorsportler und Motorsportlerinnen sowie besonders verdienstvolle Funktionäre und Ehrenamtler seit 1998 immer im Januar des Folgejahres bei einer stilvollen Abendveranstaltung mit rund 500 Gästen im Konzert- und Ballhaus Neue Welt in Zwickau. Dies ist derzeit nicht möglich, sodass man die diesjährigen Preisträger nun alternativ kommunizieren musste. Ebenfalls anders als in der Vergangenheit verzichtete man angesichts eines anormalen Wettkampfbetriebs auf die drei Hauptkategorien "Bester Sportler Vierradbereich", "Bester Sportler Zweiradbereich" und "Nachwuchssportler des Jahres". Somit wurden die erfolgreichsten Motorsportler anhand ihrer Titel oder Top-Platzierungen in ihrer jeweiligen Serie herausgehoben, wobei die Westsachsen wieder am erfolgreichsten waren.

So im Vierradbereich der Chemnitzer Dominik Fugel, der in der Tourenwagenserie ADAC TCR Germany den dritten Endrang belegte. Gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Marcel wurde er im Team Honda ADAC Sachsen ebenso Dritter in der Team-Wertung. Marcel Fugel selbst gewann als Gesamtfünfter der ADAC TCR Germany zugleich die Nachwuchswertung Honda Junior Challenge.

Tim Tröger aus Plauen schloss die Saison 2020 als Sieger des DMSB Schalt Kart Cups im Rahmen der Deutschen Kart Meisterschaft ab.

Über einen Titel auf der Straße durfte sich auch Paul Fröde freuen. Der Hohenstein-Ernstthaler ging in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft als erster Champion der neu mit dem offiziellen Meisterschaftsstatus belegten Klasse IDM Superstock 600 in die Geschichte ein.

In der Klasse IDM Supersport 300 raste Lennox Lehmann auf Anhieb zur Meisterschaft. Der Dresdner gewann 2019 den letztmals ausgetragenen ADAC Junior Cup und wurde daraufhin vom ADAC Sachsen als "Nachwuchssportler des Jahres 2019" ausgezeichnet. Nun feierte das Talent vom AMC Sachsenring seinen zweiten Titel in Folge.

Max Enderlein, ebenfalls aus Hohenstein-Ernstthal, belegte nach zwei Meistertiteln in Folge diesmal in der Klasse IDM Supersport 600 den Bronzerang.

Ebenfalls Gesamtdritter, allerdings im neuen Northern Talent Cup, wurde Freddie Heinrich aus dem Lunzenauer Ortsteil Berthesldorf. Der 15-Jährige sicherte sich ebenfalls einen Eintrag in den Geschichtsbüchern, indem er das erste Rennen der neuen ADAC-Nachwuchsschmiede Anfang September im Rahmen der IDM auf dem Sachsenring gewann. Am Titelgewinn hinderte ihn nur ein Sturz mit diversen Knochenbrüchen beim Saisonfinale.

Aus den Reihen der sächsischen Offroader tat sich vor allem Luca Fischeder aus Geringswalde hervor, der in der klassenübergreifenden Internationalen Deutschen Enduro Meisterschaft den dritten und in seiner Hubraumklasse E2 den zweiten Platz belegte. Zudem wurde er mit Team ADAC Sachsen 1 Zweiter der Deutschen Enduro Mannschaftsmeisterschaft.

In der Internationalen Deutschen Supermoto Meisterschaft durfte sich zudem Steffen Albrecht aus Großröhrsdorf über den dritten Rang freuen und wurde demzufolge ebenfalls vom ADAC Sachsen hervorgehoben.

 

Hoffnung auf bessere Saison 2021

 

In seiner Presseaussendung verweist der sächsische ADAC, dass seine Abteilung "Jugend, Sport und Ortsclub" und der Vorstand Sport, Peter Weidinger, aktuell 73 Fördersportler in diversen Serien und Sportarten betreuen. Von denen erhalten drei Motorsportler mit einer Lizenz des ADAC Sachsen die Kader-Sportförderung der ADAC Stiftung Sport. Diese sind Lennox Lehmann und Freddie Heinrich sowie der Motocross-WM/EM-Pilot Jeremy Sydow aus Chemnitz.

Des Weiteren bedanken sich Peter Weidinger und die Sportabteilung des ADAC Sachsen nochmal explizit bei allen ehrenamtlich Engagierten, den Mitgliedern der ADAC-Ortsclubs, den Unterstützern sowie allen Motorsportlern des ADAC Sachsen e. V. für diese außergewöhnliche Saison 2020. Für das Jahr 2021 wünscht der ADAC Sachsen vor allem Gesundheit und eine "normalere" sowie ebenso erfolgreiche Saison.

 

30-Jahre-Feier verpufft

 

Neben der Sportlerehrung musste auch die große Sause des ADAC Sachsen anlässlich seines 30-jährigen Bestehens ausfallen. Am 7. Dezember 1990 wurde dieser mit Unterstützung der ADAC-Regionalverbände Süd- und Nordbayern im Hotel Merkur in Leipzig gegründet.

Heute ist er mit sieben Geschäftsstellen, 48 Ortsclubs mit insgesamt 815.991 Mitgliedern (Stand Oktober 2020) einer der stärksten der 18 Regionalclubs.

Die Anfänge des ADAC reichen sogar bis in Jahr 1988 zurück, als per Vereinbarung der (West-)ADAC mit 15 Fahrzeugen den "Pannenhilfsdienst der DDR" vornehmlich für die Transitstrecken und seine Landsleute unterstützte.

Am 9. März 1990 fand in Rangsdorf bei Potsdam die Gründungsversammlung des "ADAC in der DDR" statt, sodass die "gelben Engel" schnell zum Straßenbild gehörten. Diese leisteten in den vergangenen 30 Jahren über 2,5 Millionen Pannenhilfen allein im Freistaat. Aktuell sind 69 Pannenhelfer und weitere Mobilitätspartner an 31 Standorten für gestrandete Pannenopfer in Sachsen unterwegs. Der ADAC Sachsen beschäftigt derzeit 95 Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterinnen, die die über 800.000 Mitglieder auf vielfältigste Weise betreuen.

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