"U18-Wahl": 220.000 Kinder haben abgestimmt

Simulation CDU ist bei jungen Leuten vorn

Foto: FOX für den Landesjugendring NRW im Mai 2017

Sachsen. Kindern ein Gefühl von Demokratie vermitteln, erklären, wie Politik und eine Wahl eigentlich funktioniert. Seit mehr als 20 Jahren setzt die Initiative "U18" an diesem Punkt an. Zu Landtags-, Bundestags- oder Parlamentswahlen werden in Deutschland Wahlen simuliert, wie sie auch die Erwachsen durchführen. Alle Jugendlichen unter 18 Jahren können daran teilnehmen. Schulen können sich anmelden und dann fast wie bei der echten Wahl abstimmen. "U18" ist die größte Initiative für politische Bildung in Deutschland, die von und für Kinder und Jugendliche gestaltet wird.

Ergebnisse in Sachsen: Top drei sind CDU, AfD und SPD

Auch anlässlich der anstehenden Bundestagswahl am Sonntag wurde am 15. September eine "U18"-Wahl durchgeführt. Im Rahmen dieser haben sich junge Menschen mit den Parteiprogrammen beschäftigt und mit Kandidaten in den Wahlkreisen debattiert. Insgesamt haben knapp 220.000 Kinder und Jugendliche ihre Stimmen für die Parteien abgegeben. 1660 Wahllokale waren dabei vertreten, 16 davon in Sachsen.

Wenn es nach der jungen Bevölkerung ginge, dann wäre die CDU mit 21,1 Prozent stärkste Partei. Rang zwei würde die AfD mit 15,52 Prozent besetzen, dicht gefolgt von sonstigen Parteien (15,17 Prozent) und der SPD mit 13,14 Prozent. Die Grünen lägen mit 11,98 Prozent auf Rang fünf vor den Linken (10,89 Prozent). Die FDP (7 Prozent) und die Tierschutzpartei (5,11 Prozent) würden den Abschluss machen.

Die Ergebnisse für Deutschland

Ginge es nach allen Bundesländern, so würde die CDU einen Prozentsatz von 28,49 Prozent erreichen, die SPD mit 19,81 Prozent wäre die zweitstärkste Partei und die Grünen mit 16,6 Prozent lägen auf Rang drei. Mit 8,08 Prozent stünden die Linken auf Rang vier und mit 6,8 Prozent hätte die AfD einen höheren Prozentsatz als die FDP (5,74 Prozent). Die sonstigen Parteien kämen auf einen Wert von 14,96 Prozent.

"Das Ergebnis ist Ausdruck der politischen Stimmung bei allen, die bei der Bundestagswahl am 24. September noch nicht wählen dürfen - weil sie zu jung sind", erklärt die Initiative in ihrer Pressemitteilung. Alle Ergebnisse der Bundesländer und einzelnen Wahlkreisen können auf www.u18.org öffentlich eingesehen werden. Mehr zum Thema hier.