Umzugskosten kann man absetzen

Tipp Deutsche ziehen in ihrem Leben mehr als viermal um

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Foto: OcusFocus/iStockphoto

Im Schnitt zieht jeder Deutsche viereinhalbmal in seinem Leben um. Von den knapp fünf Millionen Umzügen pro Jahr findet die Hälfte innerhalb des Wohnortes statt. Erich Nöll, Geschäftsführer des BVL: "Viele vergessen dabei, die Umzugskosten steuermindernd geltend zu machen. Die Abzugsmöglichkeiten sind unterschiedlich und hängen wesentlich davon ab, welcher Anlass für den Umzug maßgeblich war."

Wer wegen der Aufnahme einer neuen Berufstätigkeit umziehen muss, kann nicht nur die reinen Umzugskosten, sondern viele weitere mit dem Umzug zusammenhängende Kosten als Werbungskosten in unbegrenzter Höhe geltend machen. Dazu gehören zum Beispiel Kosten für Fahrten zu Wohnungsbesichtigungen (30 Cent pro gefahrenen Kilometer), den Makler bei Mietimmobilien, doppelte Mietzahlungen in der Umzugsphase und Reparaturen von Transportschäden.

Diese Posten müssen belegt werden können, wobei bei einem beruflich bedingten Umzug nicht zwingend eine Spedition beauftragt werden muss, um die Kosten steuerlich absetzen zu können. Wenn der Umzug mit privaten Helfern organisiert wird, müssen Zahlungen nachgewiesen werden, beispielsweise durch Überweisungen, wobei die Helfer empfangene Zahlungen ihrer-seits versteuern müssen. Bei den sonstigen Umzugskosten, wie zum Beispiel fachgerechtes Anbringen von Lampen, Einbau der Küche und elektrischer Geräte, Umschreiben des Personalausweises, Schönheitsreparaturen in der alten Wohnung und Ummelden des Pkw und des Telefonanschlusses kann anstelle des Einzelnachweises auch eine Umzugskostenpauschale angesetzt werden, die für einen Alleinstehende 764 Euro und für Verheiratete/Lebenspartner 1.528 Euro beträgt. Für jede weitere Person im Haushalt wird ein Zuschlag von 337 Euro gewährt.