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Update - Superstau A4 nach Polen: "6 Kilometer in fünf Stunden!"

Verkehr Menschen kommen an gesundheitliche Grenzen

A4, Weißenberg (Oberlausitz). 

Seit den Morgenstunden wollen unzählige Polen nach Hause. Das Problem sind jedoch die Grenzen. Massive Grenzkontrollen werden von nur zwei Personen (on tape) derzeit an der polnisch-sächsischen Grenze durchgeführt. Dadurch entwickelte sich ein Super-Stau auf der A4. Bis zu 50 Kilometer staute sich der Verkehr in den Nachmittagsstunden. Wie uns ein polnischer LKW-Fahrer auf Deutsch berichtete, schaffte er in fünf Stunden gerade einmal 6 Kilometer. 33 Kilometer hat er noch vor sich. Die Autofahrer sind teilweise regelrecht verzweifelt und werden Stunden bis zur Grenze brauchen. Die Nerven liegen blank! Das THW sperrt die Autobahn in Richtung Grenze derweil voll ab, keiner darf mehr auf die Autobahn.

Update, 18.30 Uhr

Rettungswagen stehen vor Ort und mussten schon zu Einsätzen ausrücken. Wegen Bluthochdruck und einem Verdacht des Herzinfarkts holten sie gemeinsam mit dem THW die Menschen von der Autobahn. Eine polnische Autofahrerin berichtet uns im Interview: "Autofahrer stecken seit gestern und über 20 Stunden im Stau fest. Menschen kollabieren auf der Autobahn. Ich habe im polnischen Radio gehört, dass von Dresden aus 47 Km Stau ist. Menschen weinen, Kinder weinen. Es bewegt sich kein bisschen. Das ganze System bricht zusammen!"

Das polnische Volk hält zusammen. Landsleute bringen auf die Autobahn Wasser und Essen, legen es auf die Leitplanke. Dramatische und emotionale Momente direkt hinter der polnischen Grenze!

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