Urlaubszeit ist Einbruchszeit

Sicherheit Tipps von Polizei und Landeskriminalamt

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Foto: LuckyBusiness/Getty Images/iStockphoto

Die Haupturlaubszeit hat gerade begonnen und viele Menschen entfliehen dem Alltag für ein oder zwei Wochen. Allerdings kann die im Urlaub getankte Erholung schnell verfliegen, wenn man bei der Heimkehr eine verwüstete oder ausgeräumte Wohnung vorfindet. "Neben dem materiellen Schaden sind häufig auch dauerhafte psychische Störungen Folgen für die Opfer", erklärt das Landeskriminalamt in einer Mitteilung. Um ungewünschten Besuchern vorzubeugen, sollten Fenster, Balkon- und Terrassentüren bei Abwesenheit nicht gekippt werden, die Haustür ist immer zweifach zu verschließen.

Zudem sollte der Eindruck vermieden werden, dass Haus oder Wohnung zurzeit unbewohnt sind: Unter anderem sind überquellende Briefkästen, ein nicht gemähter Rasen oder verräterische Anrufbeantworter-Ansagen hilfreiche Hinweise für Einbrecher. Anhaltspunkte finden sich auch über die Sozialen Netzwerke, wo unbedacht Urlaubsgrüße online gestellt werden.

4.684 Wohnungsdiebstähle 2016 in Sachsen

Ein weiterer Tipp der Polizei: "Bitten Sie Freunde, Verwandte oder Nachbarn Ihr Zuhause während der Abwesenheit bewohnt aussehen zu lassen, indem sie zum Beispiel den Briefkasten leeren sowie Rollläden, Vorhänge, Beleuchtung, Radio und Fernseher zu unregelmäßigen Zeiten betätigen.

Laut Polizeilicher Kriminalstatistik Sachsen wurden im vergangenen Jahr im Freistaat 4.684 Wohnungseinbruchsdiebstähle registriert. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg von 10 Prozent. Erfreulich sei, dass immer mehr Wohnungseinbruchsdiebstähle im Versuch stecken bleiben. Mittlerweile sind es mehr als 40 Prozent. Die Aufklärungsquote lag im Jahr 2016 in Sachsen bei knapp 20 Prozent. rih