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Vorsicht! Ab sofort gelten diese neuen EU-Regeln für Drohnen

Drohnen Befristete Übergangsregelung für Bestandsdrohne

Dresden. 

Dresden. Mit Beginn des neuen Jahres gelten auch die neuen EU-Regeln für Drohnen. Da ist die Frage berechtigt, wie es mit Bestands-Drohnen weitergeht und was es zu beachten gilt. Nur soviel vorweg, es gibt eine befristete Übergangsregelung für zwei Jahre. Diese gilt für alle Drohnen, die bereits im Umlauf sind und keine Klassifizierung besitzen. Diese dürfen nach aktuellem Stand bis Ende 2022 in der Kategorie Open geflogen werden, danach nicht mehr. Danach benötigt man eine Genehmigung, weil man ohne ein zertifiziertes Gerät in die Kategorie "Specific" reinrutscht. Der alte Drohnenführerschein behält bis 1. Januar 2022 seine Gültigkeit.

 

Es bedarf eines "Führerscheins"

Neue Drohnen-Modelle muss der Hersteller zertifizieren lassen. Diese werden dabei einer der fünf Drohnen-Klassen zugeordnet. Diese richtet sich nach dem Abfluggewicht. Bedeutet C0 bis 250 Gramm, C1 bis 900 Gramm, C2 bis 4 Kilogramm, C3 / C4 bis 25 Kilogramm. Drohnen werden laut den EU-Richtlinien außerdem in drei Anwendungsszenarien untergliedert - Open (Offen) für Drohnen und Flüge mit geringerem Risiko und alltäglichen Anwendungsszenarien, Specific (Spezifisch) für Drohnen-Einsätze, die eine oder mehrere Vorgaben der Kategorie Open überschreiten müssen und Certified (Zertifiziert) für Spezialanwendungen.

Um aufsteigen zu können, bedarf es eines "Führerscheines" - es gibt den Kompetenznachweis A1/ A3, umgangssprachlich kleiner EU-Drohnenführerschein und es gibt das EU-Fernpilotenzeugnis A2, das umgangssprachlich als großer EU-Drohnenführerschein bezeichnet wird. Im Detail bedeutet das: A1 - eine Drohne bis 900 Gramm und es ist möglich an Personen herauszufliegen, allerdings sollte man davon absehen, diese zu überfliegen. A2 - eine Drohne bis 4 Kilogramm und es ist möglich bis 30 Meter an unbeteiligte Personen heranzufliegen. A3 - Drohnen über 4 und unter 25 Kilogramm. Der Flug nahe Personen ist an der Stelle verboten.

Um die Prüfung für das EU-Fernpilotenzeugnis A2 absolvieren zu können, müssen Vorsetzungen erfüllt sein. "Dazu gehört es, dass man älter ist als 16 Jahre. Der Kompetenznachweis A1 und A3 sowie die Eigenerklärung über den Nachweis der praktischen Fähigkeiten, das sind 20 Übungen, die zu absolvieren sind, müssen vorliegen", erklärt Lucas Günther, Geschäftsführer der Airclip Service GmbH & Co. KG in Dresden.

Airclip ist eine der Stellen, die Prüfungen abnehmen dürfen. Die Daten werden dann entsprechend an das Luftfahrtbundesamt übermittelt und von dort bekommt der Drohnenpilot sein EU- Fernpilotenzeugnis A2 ausgestellt. Mit A2 kann man in der Open Kategorie mit einer Drohne, die schwerer ist als 900 Gramm, bis auf 30 Meter an unbeteiligte Dritte heranfliegen.

Was trotz aller Änderungen und Anpassungen bleibt, sind die sogenannten No-Fly-Zonen, die es auch weiterhin gibt.