Vorsicht bei zugefrorenen Seen und Flüssen

Winter Kinder erkennen die Gefahr oft zu spät

Durch den Frost der letzten Tage hat sich eine geschlossene, dünne Eisdecke auf dem Chemnitzer Schlossteich gebildet. Das Ordnungsamt musste eine Familie mit Kindern rügen und vom Randeis holen. Derzeit finden Streifenfahrten im Schlossteichbereich in unregelmäßigen Abständen statt. Foto: Harry Härtel

Sachsen. Zugefrorene Flüsse und Seen im Winter sind vor allem für Kinder ein großer Spaß. Die Landestalsperrenverwaltung Sachsens warnt aber davor, Eisflächen auf Flüssen oder Talsperren zu betreten. Auch, wenn es vielleicht so aussieht, durch die schwankenden Wasserspiegel ist das Eis meist nicht tragfähig.

Bei Talsperren können sich durch schwankende Wasserstände gefährliche Hohlräume unterm Eis bilden. Aber auch Flüsse sind ständig in Bewegung. Deshalb sind sie meistens nicht vollständig zugefroren. "Deshalb sollten Eltern, Lehrer und Erzieher die Kinder unbedingt über die Gefahren beim Betreten von Eisflächen aufklären", sagt Heinz Gräfe, Geschäftsführer der Landestalsperrenverwaltung.

Schnee nicht in Flüsse entsorgen

Die Landestalsperrenverwaltung weist außerdem darauf hin, dass Schnee nicht in Flüsse entsorgt werden darf. Denn der Schnee kann vereisen und zu einem Abflusshindernis werden. Betreiber von Wehren und anderen wasserwirtschaftlichen Anlagen sind verpflichtet, diese auch bei Frost funktionstüchtig zu halten.