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Warnstreik bei Bautzner Senf: Mitarbeiter fordern gerechte Löhne

streik 700 Euro Verdienstunterschied zum Westen

Am heutigen Mittwochen haben Beschäftigte der Develey Senf und Feinkost GmbH in Bautzen mit einem mehrstündigen Warnstreik Druck gemacht. Ihre Forderungen nach Löhnen an das Niveau vergleichbarer Betriebe in Westdeutschland haben die Beschäftigten heute gemeinsam gezeigt. Über 700 Euro sollen die monatlichen Verdienstabstände der Facharbeiter zum Develey Mutterbetrieb in München betragen.

So wurde heute zum ersten Mal seit der Wende die Arbeit bei Develey Senf und Feinkost GmbH Bautzen niedergelegt. "In vielen Betrieben und Branchen steht im 30. Jahr der Deutschen Einheit immer noch eine Lohnmauer. Die Beschäftigten von Develey Bautzen und der anderen Betriebe der Ernährungswirtschaft Sachsen wollen das nicht weiter hinnehmen. Gemeinsam wollen sie die Lohnmauer einreißen.", erklärt Olaf Klenke, Verhandlungsführer der NGG Ost. " Bisher haben die Arbeitgeber die Zeichen der Zeit nicht verstanden und weigern sich, über eine Angleichung zu verhandeln. Deshalb machen wir Druck. Der Warnstreik bei Develey Bautzen ist nur der Anfang.", so Klenke weiter.

Neben einer Angleichung der Verdienste an das Niveau vergleichbarer westdeutscher Betriebe fordert die zuständige Gewerkschaft NGG, die unterste Lohngruppe auf 12 Euro anzuheben. Das soll nicht nur die Armut heute, sondern auch im Alter verhindert werden.

Im Werk Bautzen der Develey Senf und Feinkost GmbH arbeiten rund 50 Beschäftigte. In allen Betrieben des Tarifvertrages der Ernährungsindustrie Sachsen arbeiten über 1.300 Menschen. Dazu gehören auch Unternehmen wie Frosta Lommatzsch, der Jägermeister-Standort in Kamenz, das Cargill-Ölwerk in Riesa und Lausitzer Früchteverarbeitung Sohland.

Für Rückfragen: NGG-Verhandlungsführer Olaf Klenke 0175 - 29 95 35 5.