Warum brechen so viele Lehrlinge die Ausbildung ab?

Angemerkt Arbeitszeiten und Bezahlung schrecken junge Leute ab - ein Kommentar von Wieland Josch

Foto: SolStock/Getty Images

Sämtliche TV-Köche des Landes haben versagt. Zumindest dann, wenn sie jemals vorgehabt haben, über ihre Sendungen Nachwuchs für die Branche der Pfannenkönige zu gewinnen. Denn wie gerade veröffentlichte Zahlen zeigen, ist die Zahl der Ausbildungsabbrecher unter den Kocheleven besonders hoch. Jeder zweite, der sich dafür entschieden hat, am Herd sein Geld zu verdienen, kommt gar nicht bis zur Prüfung.

Dafür gibt es zahlreiche Gründe. Zum einen ist die reale Welt des Kochs vor allem eines, nämlich harte Arbeit. Hinzu kommen flexible Arbeitszeiten und eine oftmals karge Bezahlung. In punkto Abbruchquote sieht es bei anderen gastronomischen Berufen oder dem Frisörhandwerk nicht viel besser aus. Und insgesamt bricht derzeit jeder vierte Azubi vorzeitig ab.

Diese Zahlen sind alarmierend und man sollte hoffen, dass diese jungen Menschen einen Plan B in der Tasche haben. All diese Nicht-Köche und Nicht-Frisöre werden den jeweiligen Gewerben in der Zukunft fehlen, und damit vor allem den Kunden.