Was machen Konzerne mit unseren Daten?

Angemerkt Der nächste Skandal steht schon in den Startlöchern - ein Kommentar von Wieland Josch

Foto: fatesun/Getty Images/iStockphoto

Der wiederholte Vertrauensbruch des weltweit größten sozialen Netzwerkes zeigt vor allem eines, nämlich dass es hier, ganz im Gegensatz zur Annahme der meisten Nutzer, keineswegs um eine lustige Angelegenheit geht. Was Millionen Menschen, warum auch immer, Spaß macht und was sie zu einem Teil ihres Lebens gemacht haben, ist in Wirklichkeit ein knallhartes Geschäft mit Daten.

Und auch wenn das kaum einer wahrhaben will: Die sind Gold wert. Die ans Netzwerk Angeschlossenen geben sie freiwillig her, weil sie glauben, das sei nicht schlimm und außerdem kommt da doch kein anderer ran, oder? Stimmt nicht, stimmte nie, war wohl auch nie der Plan. Schlau werden aus dem Desaster nur die Wenigsten.

Und schon jetzt bereitet sich wahrscheinlich der nächste Skandal vor, denn wer "dazu" gehören will, der organisiert sich jetzt so einen lustigen Kegel, der in der Wohnung steht und mit dem man reden kann, der aber auch zuhört. Mal sehen, wie lange es dauert bis bekannt wird, was der alles so mitgehört hat.