Was stört die Bürger an der Polizei?

Rückblick Beschwerdestelle des Freistaats zieht Bilanz für 2017

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Foto: Harry Härtel

Vor zwei Jahren richtete das Innenministerium des Freistaates eine zentrale Beschwerdestelle für die sächsische Polizei ein. "Durch die Beschwerdestelle soll das Vertrauensverhältnis zwischen der Polizei und den Einwohnern in Sachsen weiter gestärkt werden", sagte damals Innenminister Markus Ulbig.

Weniger Beschwerden als 2016

Die Bilanz für 2017 lässt einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr erkennen. So sind im vergangenen Jahr 202 Beschwerden (2016: 219 Beschwerden) eingegangen und bearbeitet worden. Als Beschwerden wurden laut Innenministerium alle Anliegen erfasst und bearbeitet, die Kritik an der fachlichen Arbeit der sächsischen Polizei oder am Verhalten von Polizeibediensteten beinhalteten. 199 Beschwerden wurden durch Bürger und drei Beschwerden durch Polizeibedienstete eingereicht.

Das kritisierten die Bürger

Sie beinhalteten sowohl fachliche Kritikpunkte an der Arbeit der Polizei als auch Kritik am Verhalten von Bediensteten. So wurde in 59 Fällen Kritik an der Arbeit im Bereich der Gefahrenabwehr (2016: 71), in 37 Fällen an der verkehrspolizeilichen Arbeit (2016: 34) sowie in 51 Fällen an der Arbeit im Rahmen der polizeilichen Strafverfolgung (2016: 69) geübt. In 47 Fällen kritisierten die Bürger das Verhalten von Polizeibediensteten während der dienstlichen Tätigkeit (2016: 82), insbesondere deren Auftreten und die Wortwahl gegenüber dem Betroffenen.

Die Zentrale Beschwerdestelle ist auf dem Postweg erreichbar unter: Sächsisches Staatsministerium des Innern; Zentrale Beschwerdestelle der sächsischen Polizei; Wilhelm-Buck-Straße 2; 01097 Dresden. E-Mails können an beschwerdestelle-polizei@ smi-sachsen.de geschickt werden. Das Bürgertelefon ist montags bis freitags von 9 bis 11.30 Uhr unter 0351/564-3970 erreichbar.