Was tun gegen den Pflege-Notstand?

Angemerkt Ankündigung über neue Pflegekräfte ist kein wahrer Erfolg - ein Kommentar von Wieland Josch

Foto: Dr. Heinz Linke/Getty Images

Und schon wieder ein Durchbruch, der aus der fernen Hauptstadt mitgeteilt wird: Man will jetzt ganz, ganz viel für die Pflege tun. Großartig, darf derjenige denken, der einfach mal sämtliche, seit vielen Jahren bekannten Erhebungen zur demografischen Entwicklung beiseite lässt. Die Gesellschaft wird nicht erst seit gestern immer älter. Mag mancher mit 90 Jahren noch rüstig sein, geht es manch 70-Jährigen leider ganz anders. Man kann sich Gesundheit nicht immer im Regal aussuchen.

Dass Pflegekräfte fehlen würden und nur wenige bei einem anstrengenden und nicht immer toll bezahlten Beruf Schlange stehen, ist auch keine neue Erkenntnis. Doch aus welchem Topf sollen die vielen tausend neuen Pfleger kommen? Dazu gibt es noch keine Antwort. Schon eher darauf, wer sie bezahlen soll, denn die Mehrkosten darf der Bürger tragen, und nicht der Staat, der in den letzten Jahren wenig getan hat, um einem offensichtlichen Notstand entgegenzuwirken.