Weihnachtsmärkte unter Corona-Bedingungen?

Coronakrise Mögliche Rahmenbedingungen und die Gefahr einer zweiten Welle


Am heutigen Donnerstag (30. Juli 2020) sprach Sachsens Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch über mögliche Rahmenbedingungen, unter denen Weihnachtsmärkte in diesem Jahr angesichts der Corona-Pandemie durchführbar sind. Teilgenommen an dem Austausch auf dem Areal des Dresdner Striezelmarktes haben der Landrat des Erzgebirgskreises Frank Vogel, Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert sowie der Vorsitzende des Verbands Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller Frederic Günther.

Die Staatsministerin über die Bedeutung als Kulturgut

Staatsministerin Barbara Klepsch: »Wir sind uns einig: Weihnachtsmärkte sollen stattfinden können. Sie sind ein bedeutendes Kulturgut in Sachsen mit einer Tradition, die sich durch den gesamten Freistaat zieht. Gleichzeitig sind sie von großer wirtschaftlicher und touristischer Bedeutung. Aktuell sehen wir aber auch: Die zweite Infektionswelle hat Deutschland erreicht und es gibt täglich neue Infektionsherde. Daher ist es zum Schutz der Gesundheit wichtig, verantwortungsbewusst und achtsam zu handeln, je nach den Gegebenheiten vor Ort. Ich werde mich mit den Kommunen in einem größeren Rahmen austauschen und plane deshalb zeitnah eine Art Weihnachtsmarkt-Forum, bei dem sich Erfahrungswerte und gute neue Ideen ergänzen werden. Dafür stehe ich mit Kommunen, verschiedenen Branchen und dem Gesundheitsministerium im engen Austausch.«

Planungssicherheit ist wichtig

Im Mai hatte sich der Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller an den Ministerpräsidenten Michael Kretschmer mit der Bitte gewandt, Planungssicherheit für die Weihnachtsmärkte in diesem Jahr zu geben. Der Freistaat Sachsen unterstützt die Durchführung der Märkte unter der Voraussetzung, dass die Infektionszahlen nicht erheblich steigen. Die endgültige Entscheidung über die Durchführung der Weihnachtsmärkte obliegt den einzelnen Städten und Gemeinden. Sachsenweit gibt es kaum einen Weihnachtsmarkt ohne Beteiligung eines Branchenvertreters, und auch in vielen anderen deutschen Städten von Erfurt über Berlin bis Lübeck gehören die Stände mit Erzgebirgischer Volkskunst zum Bild zahlreicher Weihnachtsmärkte. Insgesamt geht der Verband von ca. 200 Marktständen Erzgebirgischer Volkskunst aus.