Weltcup-Flair in der Elbflorenz

Wintersport Julia Kern läuft auf Platz 38

Die in den USA geborene Skilangläuferin Julia Kern hat deutsche Wurzeln. Foto: Thomas Fritzsch

Dresden. Das vergangene Wochenende hielt eine Premiere bereit: Die Landeshauptstadt war erstmals Ausrichter eines Skilanglauf Sprint-Weltcups mit Hilfe von Kunstschnee aus Regenwasser und Schnee vom Fichtelberg.

Den Herren-Sprint am Samstag gewann der Italiener Federico Pellegrino. Ebenso dominierte er im Teamsprint am Sonntag auf der 1,2-Kilometer-Skating-Strecke gemeinsam mit Dietmar Nöckler. Dabei war auch die US-Amerikanerin Julia Kern, die mit Dresden ein Heimspiel verbindet.

Die 20-Jährige, deren Eltern deutsche Wurzeln haben und drei Jahre vor ihrer Geburt nach Amerika auswanderten, lief im Einzel auf Platz 38. Am Folgetag unterstützte sie ihre Mannschaftskolleginnen Ida Sargent und Sophie Caldwell, die Dritte wurden, an der Strecke.

Ihr großer Traum?

"Es ist mein großer Traum, im Weltcup zu starten und das noch in Deutschland. Und die Stimmung ist richtig schön", sagte die 20-jährige US-Amerikanerin in akzentfreiem Deutsch. Im Alpen Cup kurz vor Weihnachten im österreichischen Pillerseetal indes landete die junge Dame, die für den Skiclub Stratton Mountain School startet, viermal unter den besten 10.

So oft es geht, besucht sie mit der Familie die Großeltern in ihrem Ferienhaus in Thalheim. Im Kindesalter bekam sie daher das Einmaleins des Skilaufens am Fichtelberg an die Hand. "Es war einfach traumhaft - Oma und Opa aus Halle waren am Samstag mit dabei und haben mich angefeuert. Es ist beinahe, wie zu Hause zu sein", sagte die junge Langläuferin aus dem Bundesstaat Massachusetts.