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Wenn die Arbeitsschutzbehörde klingelt...

Corona Landesdirektion Sachsen überprüft fortlaufend Betriebe auf Einhaltung der Covid-Regeln

Sachsen. 

Sachsen. Die letzte Corona-Verordnung beinhaltete Ende Januar, dass bei Büroarbeit und vergleichbaren Tätigkeiten Homeoffice ermöglicht werden müsse, wenn dem keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen. Doch wird die Umsetzung der Anordnung überhaupt kontrolliert? Ja, die Kontrolleure sind schon unterwegs! Denn die Abteilung Arbeitsschutz der Landesdirektion Sachsen überprüft im Auftrag des sächsischen Wirtschaftsministeriums die Einhaltung der Arbeitsschutzschutzvorschriften - auch in Bezug auf die Eindämmung der Corona-Pandemie. Konkret werden neben der Homeoffice-Alternative auch die Einhaltung der Abstandsregeln, die Verwendung von Mund-Nasen-Masken sowie die Belüftungssituation betrachtet.

Homeoffice: Nichts für Kontrollfreaks

"Die Einhaltung der Vorschriften liegt in unser aller Interesse und gerade für die Unternehmen ist es essenziell, dass die Belegschaften gesund und arbeitsfähig bleiben", sagt Wirtschaftsminister Martin Dulig. "Die allermeisten kontrollierten Betriebe sind sehr engagiert und schützen ihre Beschäftigten. Aber es gibt noch immer einige Unternehmen, die deutlich mehr tun können, die etwa ihren Mitarbeitern im Homeoffice misstrauen und diese bis heute lieber im Büro arbeiten lassen, anstatt geschützt zu Hause. Die Arbeitsschutzbehörde kontrolliert jedoch nicht nur, sie steht auch beratend zur Seite." Wer um Rat fragt, könne auf eine kompetente Unterstützung zählen, erklärt Regina Kraushaar, Präsidentin der Landesdirektion Sachsen. "Aber auch bei Anzeigen oder Beschwerden gilt: Solchen Mitteilungen wird durch den Arbeitsschutz konsequent nachgegangen. Denn in der gegenwärtigen Lage hat die Einhaltung der Corona-Arbeitsschutzverordnung ein besonderes Gewicht."

Kontrollen in allen Bereichen

Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden in Sachsen bereits rund 3907 Maßnahmen, davon 1319 Vor-Ort-Kontrollen durchgeführt. Die Kontrollen erfolgen einerseits eigeninitiativ, andererseits auf Grund von Anzeigen oder Beschwerden. Kontrolliert wurden die unterschiedlichsten Bereiche: Versandhandel, Großraumbüros, Landwirtschaft, Baustellen, Automobilindustrie, Schlachtereien, Gemeinschaftseinrichtungen, Pflegedienste, Callcenter sowie Unternehmen mit Saisonarbeitern/Grenzpendlern, Baustellen oder auch Unternehmen mit direktem Kundenkontakt. Aufgrund festgestellter Mängel mussten insgesamt 22 Anordnungen durch die Abteilung Arbeitsschutz getroffen werden. Diese Anordnungen erfolgten alle im Zusammenhang mit der Kontrolle von Baustellen, beinhalteten aber nicht nur "Corona-Verstöße", sondern auch sonstige Mängel auf den Baustellen.



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