"Wenn Olympia zu uns nach Hause käme..."

Sport Rennroblerin Julia Taubitz zur möglichen Olympiabewerbung

Am gestrigen Dienstag wurden Berichte öffentlich über eine mögliche Olympiabewerbung mehrerer deutscher Bundesländer, darunter auch Sachsen (BLICK berichtete). Die 23-jährige Rennrodlerin Julia Taubitz aus Annaberg Buchholz vom WSC Erzgebirge Oberwiesenthal sieht die Möglichkeit einer Olympiabewerbung zwiegespalten: "An sich finde ich Olympia echt toll. Und deshalb fände ich es ziemlich cool, wenn die Winterspiele nach Sachsen und Thüringen kämen. Doch es würde meine gesamten Zukunftsplanungen zerstören, weil ich mir eigentlich vorgenommen habe, 2026 einen Schlussstrich zu ziehen. Aber wenn natürlich Olympia zu uns nach Hause käme, dann möchte ich schon dabei sein."

Langer Weg bis zu Bewerbung

Trotzdem bleibt die zweifache Silbermedalliengewinnerin bei der letztjährigen Rennrodel-WM in Winterberg zurückhaltend: "Aber das ist ja eh irgendwo hergeholt, man hat ja vorher noch nie etwas davon gehört. Deswegen schauen wir erst einmal, ob da überhaupt etwas dran ist an der ganzen Geschichte." Auch Sachsens Tourismus- und Wirtschaftsminister Martin Dulig hatte klar gemacht, dass es bis zu einer möglichen Bewerbung noch ein langer Weg sei. "Die Idee klingt gut, aber der Prozess der Abwägungen, Diskussionen und Entscheidungen wird erst noch beginnen. Vor einer möglichen Bewerbung liegt ein sehr langer Weg, mit vielen Abstimmungsprozessen und vielen Argumenten für und gegen eine Bewerbung. Aber wir sollten mutige Ideen nicht gleich wegdiskutieren sondern einer ehrlichen Diskussion eine Chance geben."

Am kommenden Wochenende beginnt in Innsbruck die diesjährige Weltcupsaison, die am 11. und 12. Januar in Altenberg Station machen wird. Für Julia Taubitz, die Vorjahres-Weltcup-Zweite, beginnt dann das Heimspiel.