Werden Bücher durch digitale Medien verdrängt?

Angemerkt Umsatz im Buchhandel ist rückläufig - ein Kommentar von Wieland Josch

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Am Donnerstag beginnt in Leipzig wieder die Buchmesse. Fast ist man versucht, zu sagen: Die Älteren werden sich noch an Bücher erinnern. Zwar verzeichnet man gerade bei jugendlichen Lesern noch immer gute Zahlen, doch der Umsatz des Buchhandels geht insgesamt zurück. Das liegt nicht am Angebot, welches nach wie vor informativ und unterhaltsam ist. Auch nicht an den Händlern, die mit viel Kreativität und Wissen um Leser werben. Bei den Lesern allerdings ist die Bereitschaft, ein Buch in die Hand zu nehmen, rückläufig.

Klar, es gibt viel zu viele andere, einfachere Ablenkungen. Aber ersetzen sie das Abenteuer, sich durch eine Geschichte zu lesen, eigene Bilder im Kopf zu kreieren? Nein. Doch ist das vielen egal. Sie tippen lieber oder daddeln vor dem Monitor bei vorgefertigter Ware. Muss auch mal sein, hinterlässt aber nichts. Und selbst bei Kindern, die heute noch nach einem Buch greifen, ist die Gefahr, dass es damit in wenigen Jahren ein Ende hat, groß. Das ist dann ein Verlust, den man betrauern sollte.