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Westsächsische Motocrosser in Südbrandenburg mit magerer Ausbeute

MOTORSPORT Viel Lehrgeld gezahlt

Fürstlich Drehna. 

Fürstlich Drehna. Viel läuft in Sachen nationalen Motocross in diesem Jahr nicht. Nach einem einzigen gemischten DM-Lauf der Klassen Open und MX2 (250 ccm) stehen immerhin fünf Veranstaltungen für die höchste nationale Motocross-Serie, das ADAC MX Masters, im Kalender. Am vergangenen Wochenende versammelte sich der Tross im südbrandenburgischen Fürstlich Drehna zum vierten und somit schon vorletzten Lauf.

Während Sachsen aktuell in der gleichnamigen Top-Klasse ADAC MX Masters gar keinen Vertreter am Start hat, sind es in der direkten Nachwuchsklasse, dem ADAC MX Youngster Cup der 14- bis 21-Jährigen mit Justin Trache aus Chemnitz, Lukas Fiedler aus dem Meeraner Ortsteil Waldsachsen und dem Thalheimer Justin Weirauch gleich deren drei. Hinzu kamen im ADAC MX Junior Cup 125 Jimmy Opitz aus Werdau und Tom Landgraf aus Neuwürschnitz sowie im gleichartigen Junior Cup für 85er-Motorräder Tim Engelmann aus Hainichen, Tom Fischer aus Geringswalde und Oskar Gühne aus Waldheim.

Zwei Westsachsen nahmen die hohe Quali-Hürde mit Bravour

Im ADAC Youngster Cup nahmen 55 Fahrer in zwei Gruppen die Trainings auf, um sich einen der auf 40 Plätze begrenzten Felder hinterm Startgatter für die drei Wertungsläufe zu sichern. Diese Quali-Hürde war für Justin Weirauch, wie schon beim Saisonauftakt in Bielstein in Nordrhein-Westfalen und auch vor drei Wochenen in Dreetz, ebenfalls in Brandenburg, erneut zu hoch. Dabei hatte er im sogenannten Last-Chance-Rennen gute Karten, den Einzug doch noch zu schaffen, doch mit zwei Stürzen musste er seine Hoffnungen im tiefen Sand der Fürstlich Drehnaer Rennstrecke "Rund um den Mühlberg" endgültig begraben.

Besser machten es im Zeittraining Justin Trache und Lukas Fiedler, die mit den Plätz 13 bzw. 15 ihrer Trainingsgruppe den Einzug in die Hauptrennen direkt schafften. Bei denen wurde Justin Trache im ersten Lauf 27., schied im zweiten mit technischem Defekt aus und setzte im dritten Heat mit Platz zehn im starken internationalen Feld noch einen Glanzpunkt. Lukas Fiedler belegte die Plätze 26, 25, und 28.

Für die Rennen des ADAC Junior Cup 125 war keine zusätzliche Qualifikation notwendig. In diesen belegte Jimmy Opitz zunächst die Plätze 26 und 27 und kratzte im finalen Lauf als 22. Anden Punkterängen (bis Platz 20). Tom Landgraf hielt jeweils die rote Laterne, was in Zahlen die Plätze 37, 37 und 35 bedeutete.

Auch die 85er-Akteure mussten für ihre nur zwei Rennen durch keine Vorqualifkation. Für Oskar Gühne war das Wochenende allerdings schon nach dem ersten freien Training vorbei. Im ersten Heat belegte Tim Engelmann den 32. Platz und verbesserte sich im zweiten auf Rang 25. Tom Fischer war am Samstag in der ersten Runde ausgeschieden und wurde tags darauf 29.

Top-Fahrer mit Top-Leistungen in der Top-Klasse

Im ADAC MX Masters sicherte sich der Ex-Weltmeister Jordi Tixier mit einem Laufsieg sowie einem zweiten und einem dritten Platz den Gesamtsieg vor seinem Teamkollegen Cyril Genot aus Belgien sowie Max Nagl. Der Weilheimer hatte sich drei Wochen zuvor bei einem Trainingssturz drei Rippen gebrochen, was ihn nicht davon abhielt, den zweiten Lauf zu gewinnen. Dank des Wormstedters Tom Koch hatten die behördlich zugelassenen 6.000 Fans nach dem dritten Lauf einen weiteren deutschen Sieg zu feiern. In der Endabrechnung reichte es für den Thüringer aber nur zu Rang vier.

Das Finale des ADAC MX Masters findet bereits am kommenden Wochenende (11. und 12. September) in Reutlingen statt.

Zumindest ein Teil der deutschen Elite ist in diesem Jahr voraussichtlich noch in Westsachsen zu erleben, denn der MSC Thurm plant für das Wochenende 16. und 17. Oktober einen Lauf zur DM Open und zur MX2 sowie darüber hinaus weitere Rennen für verschiedene Nachwuchsklassen.