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Wie Ameisen unser Leben beeinflussen

Natur Eine kleine und doch so große Weltmacht

Jeder kennt sie, die kleinen, krabbelnden und herumwuselnden Insekten, die  manchmal auch mit Flügeln ausgestattet sind . Weltweit gibt es zirka 11.000 verschiedene Arten. Sie sind sehr nützlich und aus dem Ökosystem nicht wegzudenken - ja es wäre sogar eine Katastrophe ohne sie. Dennoch können sie auch zu einer Plage werden - vor allem in Wohnungen. Und auch Schmerzen können sie einem bereiten: die Rede ist von Ameisen. Sie kommunizieren über Duftstoffe und haben eine Königin, die gut und gerne 15 Jahre alt werden kann und viel größer ist als ihre Arbeiterinnen, Wächterinnen und Soldatinnen. Ameisenvölker sind verteilt auf allen Kontinenten und haben sich den dortigen Gegebenheiten und Lebensräumen angepasst. Auch bei diesen kleinen Krabbeltieren ist der Bestand weltweit rückläufig. Der Mensch beansprucht immer mehr Flächen zur eigenen Nutzung und dadurch verschwindet natürlich auch wichtiger Lebensraum. Vielleicht kann der eine oder andere sich an die eigene Kindheit erinnern, an die vielen Waldbesuche und an die unzähligen Ameisenhügel, die man noch vor Jahren sehen konnte.

Beeinflusst der Lockdown unsere Wertschätzung der Natur?

Durch den langen Lockdown sind die Menschen wieder sensibler für die Natur geworden. Man ging wieder mehr Spazieren und bei den Wanderungen in die Natur entdeckte man auch wieder Ameisenburgen. Vor allem an sonnigen Wegrändern und darunter kommen die kleinen Tiere zum Vorschein. Sehen kann man ohnehin nur ein bis zwei Drittel des Bestands, der Rest befindet sich unter der Erde. In der Region gibt es Gegenden, in denen man richtig viele Ameisenhügel in nicht all zu großen Abständen finden kann. Sogar eine kleine Ameisenallee wurde im Wald von Flöha gesichtet. Hier hat der "Sachsenforst" einige Hinweisschilder aufgestellt, um anschaulich über die Nützlichkeit der Ameisen aufmerksam zu machen. Die kleinen Tiere jagen auch Insekten und können Samen verbreiten, die wiederum der Waldstruktur dienen. Leider stehen viele Arten, darunter auch unsere Waldameise, auf der roten Liste der gefährdeten Tiere. Spechte gehören zu den Tieren, die Ameisen liebend gerne verspeisen und damit auch bedrohen.



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