Wie geht es weiter mit den Wölfen?

Besprechung Umweltminister haben sich in Dresden beraten

wie-geht-es-weiter-mit-den-woelfen
Foto: Valio84sl/Getty Images/iStockphoto

Dresden/Königsbrück. Um den zukünftigen Umgang mit dem Wolf ging es am vergangenen Freitag und Samstag bei einem Treffen der Landwirtschafts- und Umweltministerien der Union.

Vertreter aus Baden-Württemberg, Sachsen, Bayern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen trafen sich in Dresden und Königsbrück, um länderübergreifend einheitliche Standards beim Wolfsmanagement zu erarbeiten, insbesondere mit Blick auf den Umgang mit auffälligen Wölfen.

Die Ängste der Menschen müssen ernst genommen werden

Im Naturschutzgebiet "Königsbrücker Heide" informierten sich die Minister über praktische Erfahrungen, die in Sachsen seit vielen Jahren beim Wolfsmanagement gesammelt werden.

Staatsminister Schmidt sprach sich dafür aus, die Probleme der Tierhalter und die Ängste der Menschen ernst zu nehmen. "Nur so ist möglich, auch Akzeptanz und Begeisterung für den Naturschutz zu erreichen, was für uns ein hohes Gut ist", so Schmidt.

Die Haltung von Weidetieren soll gesichert werden

Einig waren sich die Minister bei dem Treffen, dass die Haltung von Weidetieren auch weiterhin flächendeckend gesichert werden müsse. "Daher müssen wir sowohl den Schutz von Weidetieren als auch die staatliche Unterstützung der Tierhalter zwingend weiterentwickeln", so Peter Hauk, Landwirtschaftsminister von Baden-Württemberg.

Die Förderung gelte gleichermaßen für Investitionen, wie für laufende Kosten und erforderlichen Schadensausgleich. An diesen Kosten sollen sich, so Peter Hauk, nicht nur die Länder, sondern auch der Bund beteiligen.

Dieser sächsische Vorschlag wurde angenommen

Die Minister sprachen sich des weiteren für den sächsischen Vorschlag aus, eine zentrale Einheit zur Unterstützung der Vollzugsbehörden zu schaffen. Diese kann bei der Vergrämung und Entnahme von verhaltensauffälligen Wölfen zum Einsatz kommen.