Wie kommen künftig Fachkräfte nach Sachsen?

Wirtschaft Auf einer Veranstaltung des Arbeitsministeriums wurden Lösungen diskutiert

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Foto: Getty Images/Yoh4nn

Dresden. In Sachsen gibt es weiterhin ein Fachkräfte-Problem: Bis 2030 wird die Zahl der erwerbsfähigen Personen um 300.000 zurückgehen. Es scheiden also mehr Menschen aus dem Arbeitsmarkt aus als nachkommen. Das ist schon jetzt für 40 Prozent der Unternehmen im Freistaat ein Problem. Daher war das sächsische Arbeitsministerium gestern Gastgeber zweier Veranstaltungen zum Thema Fachkräftegewinnung. Dabei wurden Lösungsansätze mit Vertretern aus der Region diskutiert, unter anderem mit der Fachkräfteallianz Sachsen.

Attraktivität ist wesentlicher Faktor

Stefan Brangs, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, betonte vor allem, dass die Lebensbedingungen hierzulande einen großen Einfluss auf die Gewinnung von Arbeitnehmern hätte. Seiner Meinung nach seien vor allem die gute Anbindung an Kitas, Schulen, Freizeitangebote aber auch kostengünstiger Wohnraum dafür verantwortlich, wie attraktiv das Leben in Sachsen ist. Weiter sagte er: "Ich sehe es als unsere gemeinsame Aufgabe, einerseits für gute und attraktive Arbeits- und Lebensbedingungen in Sachsen zu sorgen und andererseits mit diesen guten Rahmenbedingungen offensiv zu werben".

Wie es in einer Pressemitteilung des Ministeriums hieß, seien schon erste Fortschritte auf dem Gebiet zu verzeichnen. Zum Beispiel verblieben 75 Prozent der Auszubildenden in Sachsen später in ihren Ausbildungsbetrieben. Durch Fördermittel in einer Gesamthöhe von insgesamt 25,7 Millionen Euro sind außerdem bereits 264 Projekte zur Fachkräftesicherung unterstützt worden.