Wie Sachsen dem Lehrermangel entgegenwirkt

Bildung Maßnahmepaket soll den Beruf des Pädagogen attraktiver machen

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Foto: BraunS/Getty Images

Dresden. Sachsen hat nicht genug Lehrer. Dass dies kein Geheimnis ist, weiß auch Petra Köpping: die sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration will diesem Problem mit einem neuen Maßnahmepaket entgegenwirken und den Beruf des Lehrers so attraktiver machen.

Mehr Geld für Grundschullehrer und DDR-Pädagogen

Konkret bedeutet das zum einen, dass Grundschullehrer die gleiche Bezahlung erhalten sollen wie Lehrer an Oberschulen und Gymnasien. "Alle Klassenstufen, die unsere Kinder an der Schule durchlaufen, sind gleich wichtig und deshalb darf es in der Bezahlung der Lehrer auch keine Unterschiede geben", wie Köpping findet.

Außerdem sollen die sogenannten DDR-Bestandslehrer besser bezahlt werden. Nach der Wende wäre für diese Pädagogen theoretisch ein zweites Studium von Nöten gewesen, um die Lehrbefähigung zu erhalten. Die SPD möchte diese Ungerechtigkeit beseitigen, da vor allem Pädagogen aus der DDR das Bildungssystem in Sachsen am Laufen gehalten haben.

Bund soll weitere Ungerechtigkeiten beseitigen

Das Lehrerpaket zeigt: "Auch Sachsen als Bundesland hat die Möglichkeit, bestehende Nachwende-Ungerechtigkeiten selbst ein Stück weit zu heilen. Wir haben vorgelegt. Jetzt sollten wir den Bund aber nicht aus der Verantwortung lassen, der für die Beseitigung beispielsweise der Rentenungerechtigkeiten u.a. bei den Bergleuten, den in der DDR geschiedenen Frauen oder den Eisenbahnern verantwortlich ist."