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Wildtiere brauchen derzeit vor allem Ruhe

Umwelt Wildschweine können gefährlich werden - Rückzugsorte sollen gemieden werden

Region. 

Region. Wer derzeit durch die verschneite Winterlandschaft spaziert, sollte das mit Respekt und Rücksicht für die Natur tun. Dazu gehört es laut dem 46-jährigen Gersdorfer Jäger Marko Pfeiffer, möglichst Abstand zu den Ruhezonen der Vierbeiner zu halten. Mit Blick auf ein sehr robustes Tier der Region ist das sogar für die eigene Sicherheit wichtig. "Bei den Wildschweinen ist der Nachwuchs da. Wenn man dem zu nahe kommt, kann es gefährlich werden", sagt Pfeiffer. Wenn die Frischlinge, so heißt der Wildschweinnachwuchs, an Waldrändern in der Sonne liegen, sollte man einen großen Bogen um dieses Stellen machen. Vor allem Feldgehölze, Halden, Hecken oder von Feldern umgebene Baumgruppen und Wälder sind derzeit wichtig Rückzugsorte der Wildtiere, die bei Kälte Energie sparen müssen. Liegt aber wie derzeit genug Schnee, kommen Skifahrer oder Spaziergänger auch an Stellen, die normalerweise kaum begangenen werden, weil sie Ackerland sind.

Besonders problematisch wird es für die Wildtiere, wenn Hunde mit in den Natur unterwegs sind. "Es gibt jetzt schon wieder einige Berichte aus Nachbarrevieren, wo Hunde Rehe gehetzt haben", berichtet Marko Pfeiffer. Deshalb fordert er genau wie andere Jäger und Naturschützer, dass Hunde an der Leine geführt werden. Für die Hunde selbst ist das auch wichtig, denn im Gersdorfer Revier gab es in der Vergangenheit schon Wildschweinattacken auf Hunde, die zu neugierig waren und den Frischlingen zu nahe gekommen sind. "Da hat der Hund sehr schlechte Karten", weiß Pfeiffer und kennt zudem Fälle, bei denen Wildschweine auch Menschen lebensgefährlich verletzt haben.