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Winter-Zählaktion: Eine Stunde für Blaumeise, Amsel und Co.

Aktion Bundesweite Zählaktion vom 8. bis 10. Januar

Die Stunde von Rotkehlchen, Amsel und Haussperling hat geschlagen: Vom 8. bis 10. Januar findet die bundesweite Zählaktion der Wintervögel statt, und jeder kann mitmachen: Der Naturschutzbund (Nabu) und sein bayerischer Partner Landesbund für Vogelschutz (LBV) rufen zum elften Mal dazu auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden.

Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und oft weit verbreitete Vogelarten wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen. Besonderer Augenmerk gilt diesmal der Blaumeise. Im vergangenen Frühjahr war in weiten Teilen Deutschlands eine durch das Bakterium Suttonella ornithocola ausgelöste Epidemie aufgetreten, der Tausende von Blaumeisen zum Opfer fielen. Bei der jüngsten großen Vogelzählung, der "Stunde der Gartenvögel" im Mai wurden deshalb weniger Blaumeisen beobachtet. Für die Experten ist es spannend herauszufinden, ob dieser Effekt im Winter noch spürbar ist.

Experten des Nabu konnten anhand der langjährigen Zählung beispielsweise nachweisen, dass die winterlichen Vogelzahlen in den Gärten stark von der Witterung abhängen. In kalten und schneereichen Wintern kommen deutlich mehr Vögel in die Nähe der Menschen. Die lange Reihe zunehmend milder Winter führte zuletzt zu sinkenden Wintervogelzahlen.

Die erfassten Daten sollen dazu beitragen, unsere heimischen Vögel besser zu schützen. Die "Stunde der Wintervögel" gilt als die größte wissenschaftliche Mitmachaktion Deutschlands. Im vorigen Jahr hatten sich an der Aktion mehr als 143.000 Menschen beteiligt.

Wie es funktioniert? Die Beobachtungen einer ausgewählten Stunde zwischen dem 8. und 10. Januar können online gemeldet werden. Dies ist bis zum 18. Januar möglich.