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Wolf steht im Fokus: Bauernproteste vor dem Landtag in Dresden

Protest Immer wieder kommt es zu Attacken des Wolfes auf Schafe, Ziegen und andere Tiere

Dresden. 

Dresden. Am Mittwochabend hielten Landwirte vor dem Landtag gegen einen einseitigen Tierschutz zugunsten des Wolfes eine Mahnwache ab. Dabei werden über 400 Kerzen entzündet. Mit diesen Lichtern soll auf die Nutztiere aufmerksam gemacht werden, die allein im letzten Jahr in Sachsen von Wölfen geschädigt worden sind. Immer wieder kommt es zu Attacken des Wolfes auf Schafe, Ziegen und andere Tiere. Die Bauern fordern eine Kontrolle und Regulierung des Wolfbestands. Nach Meinung des "Land schafft Verbindung Sachsen e. V." können sich die Wölfe bisher ungehindert vermehren und stellen so eine Gefahr für die Nutztiere dar.

"Der Wolf lässt uns nicht mehr ruhig schlafen"

"Wir demonstrieren vor dem Landtag in Dresden, weil uns der Wolf nicht mehr ruhig schlafen lässt", erklärt Mike Krause, Landwirt aus Bischofswerda. Der Ausschuss für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft wird am Donnerstag, 8. Juli, in einer öffentlichen Anhörung über das Thema Wolf beraten. "Wir wollen, dass der Wolf anderen Tieren gleichgestellt wird. Er hat bereits durch die Sonderbehandlung einen sehr hohen Stellenwert bekommen.", ergänzt Dominik Fritzsch. Daher wird es ab Donnerstag ab 9 Uhr auch eine Demonstration vor dem Landtag geben. Der Vorsitzende des LsV Sachsen e.V., Paul Kompe, erklärt zur geplanten Veranstaltung: "Wir wollen mit der Politik in ein gutes Gespräch kommen und erwarten, dass sich die Abgeordneten sachlich und vorurteilslos mit den Problemen beschäftigen, die durch die enorm starke Ausbreitung des Wolfes in Sachsen für uns entstanden sind".

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