Zahl der Insolvenzen in Sachsen sinkt

Finanzen 2017 Forderungen von rund 1,3 Millionen Euro pro Verfahren

zahl-der-insolvenzen-in-sachsen-sinkt
Foto: Getty Images/iStockphoto/BrianAJackson

Die Zahlen der Insolvenzverfahren für Verbraucher und für Unternehmen sind im vergangenen Jahr weiter zurückgegangen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes wurden im Jahr 2017 in Sachsen 3.086 Insolvenzverfahren für Verbraucher gemeldet - das waren rund 300 weniger als noch ein Jahr zuvor. Nach einem Anstieg im vorigen Jahr setzt sich auch bei den Unternehmensinsolvenzen der seit 2010 andauernde Abwärtstrend fort.

142 insolvente Unternehmen weniger als im Vorjahr

So wurden im vergangenen Jahr in Sachsen mit 918 Unternehmensinsolvenzverfahren 142 weniger als 2016 gemeldet - die meisten in den Wirtschaftsbereichen Baugewerbe, Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen sowie im Gastgewerbe. Mehr als die Hälfte der insolventen Unternehmen waren weniger als acht Jahre wirtschaftlich tätig.

GmbHs reichten den höchsten Forderungs-Anteil ein

Die angemeldeten Forderungen der Gläubiger erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr allerdings um 28,4 Prozent auf 1.201,3 Milliarden Euro. Das entsprach durchschnittlich 1,3 Millionen Euro je Verfahren. Knapp 80 Prozent der Verfahren wurden eröffnet, reichlich 20 Prozent wurden mangels Masse abgelehnt. Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, waren gut 42 Prozent der betroffenen Unternehmen Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH), die mit 697,2 Millionen Euro den höchsten Anteil an den gemeldeten Forderungen erreichten. Weitere knapp 48 Prozent der Insolvenzen wurden von Einzelunternehmen gemeldet, nur 1,3 Prozent von Aktiengesellschaften.