Zwei Bomben täglich entschärft

Kampfmittel KMBD veröffentlicht Statistik für 2016

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Foto: Haertelpress

Dresden. Im vergangenen Jahr musste der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KMBD) in Sachsen fast 700 Mal ausrücken. Einer Statistik des KMBD zufolge waren das knapp 200 Einsätze weniger als im Jahr 2015. Aussagen zur Statistik wurden durch den Landtagsabgeordneten Gerald Otto (CDU) vom Innenministerium angefordert.

"Kürzlich wurde ich von einem Bürger gefragt, ob ich eine Übersicht über die Arbeit des Kampfmittelberäumungsdienstes in Sachsen hätte und ob ich etwas über die Zahl der in Sachsen seit 1990 gefundenen Bomben und weiteren Altlasten wisse", so Gerald Otto.

Anzahl der Einsätze zurück gegangen

Aus der Statistik, die der Kampfmittelbeseitigungsdienst auch im Internet veröffentlicht, geht hervor, dass die Zahl der Einsätze schwankt. Die Anzahl aus dem letzten Jahr ist jedoch die niedrigste seit 2012.

Bei den Entschärfungen werden die Kampfmittel durch Sprengungen oder Verbrennungen auf Sprengplätzen oder aber direkt vor Ort unschädlich gemacht. Hinzu kommen Verbrennungen in der sogenannten Kampfmittelzerlegeeinrichtung, durch die in Sachsen eine fach- und umweltgerechte Entsorgung möglich ist. Kampfmittel, die nicht transportfähig sind, müssen aber immer noch vor Ort gesprengt werden. Zu Unfällen bei den Entschärfungen kam es laut Innenministerium nicht.

Vergleich: Mehr Waffen, weniger Sprengstoff

2016 wurden 2.700 Kilogramm Waffen und 25 Kilogramm Sprengstoff sichergestellt. 2015 waren es dagegen nur 700 Kilogramm Waffen und 130 Kilogramm Sprengstoff. Über 70 Prozent der gefunden Bomben mussten zudem am Fundort gesprengt werden.

Auf die Frage, mit wie vielen Blindgängern man in Sachsen noch rechnen könne, kann das Innenministerium keine Angaben machen. Die Erhebung der Daten reicht dazu nicht weit genug zurück.