Sachsens Innenminister zur Bluttat in Hanau

news Roland Wöller äußert sich zum Anschlag in Hanau

Hanau. 

Hanau. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag erschoss ein 43-Jähriger im hessischen Hanau zunächst neun Personen vor zwei Shisha Bars. Darauffolgend fuhr er nach Hause, wo er und seine Mutter erschossen aufgefunden wurden. Die Polizei geht nach dem jetzigen Erkenntnisstand von fremdenfeindlichen Motiven aus, die der Täter zuvor zusammen mit "wirren Verschwörungtheorien" in Videos auf seiner Website verbreitete.

Die Polizei prüft zur Zeit, ob er Täter alleine oder im Zusammenhang mit etwaigen Gruppierungen gehandelt hat.

Zu dem Gewaltverbrechen im hessischen Hanau sagt Sachsens Innenminister Prof. Dr. Roland Wöller:

"Die schrecklichen Nachrichten aus Hanau erschüttern mich. Meine Gedanken sind bei den Opfern dieser fürchterlichen Tat, mein Mitgefühl gehört den Angehörigen und Hinterbliebenen. Auch wenn die Hintergründe des Verbrechens noch aufgeklärt werden müssen, zeigen uns solche Taten, dass wir es zunehmend mit Einzeltätern zu tun haben, die über einen langen Zeitraum unauffällig bleiben und sich im Verborgenen radikalisieren. Auf diese neue Herausforderung des Täterprofils mit langer Inkubationszeit müssen sich die Sicherheitsbehörden einstellen. Dazu gehören auch hinreichend gesetzliche Befugnisse zur Gefahrenabwehr."