Weniger Einbrüche im Freistaat

Kriminalstatistik Allerdings nimmt die Zahl der Rauschgiftdelikte zu

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Verkehrskontrolle. Foto: Harry Härtel/Haertelpress

"Wir wollen, dass die Menschen in Sachsen sicher leben. Nur auf dieser Grundlage kann sich unsere Gesellschaft entwickeln und entfalten", sagte am Freitag Roland Wöller bei der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik in Dresden. Dabei hatte Sachsens Innenminister viel Positives zu berichten.

Straftaten nehmen ab

So ist die Zahl der Straftaten im Freistaat 2017 gesunken. Insgesamt wurden rund 323.000 Fälle registriert - ein Rückgang von 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insbesondere Diebstähle bei Wohnungseinbrüchen sind zurückgegangen - um 13,1 Prozent auf etwas mehr als 4.000 Delikte. Die Aufklärungsquote lag bei mehr als 20 Prozent. Insgesamt 832 Wohnungseinbrecher konnte die sächsische Polizei ermitteln. Ein Viertel der Tatverdächtigen waren Ausländer, überwiegend aus Tunesien, Tschechien und Georgien.

Gewaltdelikte werden mehrheitlich aufgeklärt

Das dritte Jahr in Folge sind im Freistaat zudem weniger Kraftfahrzeuge gestohlen worden. Die Zahl der Diebstähle sank um 383 auf insgesamt 2.503. Die Aufklärungsquote lag bei einem Viertel aller Fälle. Auch Gewaltdelikte sind um 8,5 Prozent auf knapp 8.000 Fälle gesunken. Die Mehrzahl der Gewalttäter (77,9 Prozent) konnte ermittelt werden. Jede vierte Straftat im Bereich der gefährlichen und schweren Körperverletzung wurde durch Zuwanderer begangen.

Fast 25 Prozent mehr Rauschgiftdelikte

Demgegenüber hat sich die Zahl der registrierten Rauschgiftdelikte erhöht. Waren es 2016 noch unter 10.000, stieg die Anzahl 2017 auf mehr als 12.200. Die höhere Zahl sei auch durch eine höhere Kontrolldichte der Polizei zu erklären. Im Fokus stehen dabei Händler- und Schmugglerstrukturen. Auch die Fälle von Cyberkriminalität seien gestiegen. Die sächsische Polizei registrierte mehr als 11.100 Fälle - ein Plus von 8,8 Prozent. Auch die Zahl der Angriffe auf Datennetze stieg um 23,7 Prozent. Viele Cyberangriffe werden allerdings von Betroffenen nicht bemerkt oder nicht bei der Polizei angezeigt. Deshalb sei von einem nicht unerheblichen Dunkelfeld auszugehen.