Wanderwitz und Körber holen die Direktmandate

Wahl CDU-Kandidaten gewinnen ihre Wahlkreise

Carsten KörberFoto: privat

Region. Ein politisches Erdbeben brachte die Bundestagswahl am vergangenen Sonntag. Zwar konnte CDU-Kandidat Marco Wanderwitz mit 35,1 Prozent der Stimmen im Wahlkreis 163 (Chemnitz Umland - Erzgebirgskreis II) sein Direktmandat für den Bundestag erneut holen, doch der Absturz im Vergleich zur Wahl von 2013, als der Hohenstein-Ernstthaler 49,9 Prozent der Stimmen holte, sorgte genauso für betretende Mienen wie das starke Abschneiden der AfD.

"Die Arbeit im Bundestag wird sicherlich nicht einfach. Jetzt ist es erst einmal an der Zeit, die Ergebnisse und ihre Ursachen zu analysieren", sagte Marco Wanderwitz nach seiner Wahl. Ursachen sieht er nicht zuletzt in der Sächsischen Landespolitik, die gründlich geprüft werden müsse. Während Wanderwitz die Mehrheit der gewählten AfD-Vertreter als Radikale sieht, mit denen es keine Zusammenarbeit geben kann, sollen die Wähler perspektivisch zurückgewonnen werden.

Dafür müssen laut Wanderwitz Ängste und Sorgen entkräftet werden

AfD-Kandidat Ulrich Oehme bekam 26,6 Prozent der Stimmen und verwies Jörn Wunderlich (Die Linke, 17%), Ronny Kienert (SPD, 10,3%), Kristian Reinhold (FDP, 7,6%) und André Oehler (Grüne, 3,4%) mit deutlichem Vorsprung auf die weiteren Plätze. Durch das starke Ergebnis der Partei schaffte AfD-Kandidat Oehme über die Landesliste der Partei den Einzug in den Bundestag. In Sachsen war die AfD mit 27 Prozent der Zweitstimmen sogar Spitzenreiter vor der CDU (26,9 %) und "Die Linke" (16,1 %), SPD (10,5 %), FDP (8,2 %), Grüne (4,6 %) und Sonstige (6,7 %). Die Wahlbeteiligung lag bei 75,8 Prozent.

Im Wahlkreis 165, zu dem neben Zwickau beispielsweise auch Glauchau und Meerane gehören, holte CDU-Mann Carsten Körber mit 33,7 Prozent der Stimmen das Direktmandat. Sabine Zimmermann (Die Linke) holte 25,7 Prozent der Stimmen und platzierte sich vor Jürgen Martens (FDP, 13,4%), Mario Pecher (SPD, 12,7 %) und Wolfgang Wetzel (Grüne, 4,5 %). Sabine Zimmermann und Jürgen Martens schafften über die Landeslisten ihrer Parteien den Einzug in den Bundestag. Die AfD hatte im Wahlkreis 165 keinen Kandidaten.