Pyramide in Zschopau feiert 40. Geburtstag

Advent Kunstwerk wurde 1977 zum ersten Mal aufgestellt

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Und sie dreht sich doch: Als an der Zschopauer Pyramide die Lichter angingen, schauten alle gebannt zu dem 40 Jahre alten Kunstwerk. Foto: Andreas Bauer

Zschopau. Eigentlich beginnt der Zschopauer Weihnachtsmarkt erst am kommenden Freitag. Rund um den Markt war das bunte Treiben während der Adventszeit aber schon am vergangenen Wochenende zu spüren. Zahlreiche Menschen waren gekommen, um beim alljährlichen Pyramidenanschieben dabei zu sein, das in diesem Jahr etwas Besonderes war.

"Wir haben ein Jubiläum zu feiern", sagte Oberbürgermeister Arne Sigmund, der aber zunächst einmal wie alle anderen Gäste dem Zschopauer Posaunenchor lauschte. Auch Hermann von Strauch mit seinem Glockenspiel sowie der Hort der Grundschule "Am Zschopenberg" trugen zum kulturellen Rahmenprogramm bei. Die Kinder waren es dann auch, die mit ihren fröhlichen Rufen die Lichter zum Leuchten und die Pyramide zum Drehen brachten. Damit läuteten sie gleichzeitig einen runden "Geburtstag" ein, denn die Pyramide wurde vor 40 Jahren erstmals aufgebaut.

Ein Blick zurück in die Vergangenheit

Das von Arne Sigmund angesprochene Jubiläum ist der Arbeitsgemeinschaft Schnitzen zu verdanken, die einst zum Kulturbund der DDR gehörte. 1975 verbrachten die 22 Vereinsmitglieder einen Großteil ihrer Freizeit damit, die Einzelteile der Großpyramide herzustellen. Nach insgesamt 2000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit war es dann soweit: Am 27. November 1977 wurde das Kunstwerk zum ersten Mal aufgestellt. Und die Betrachter staunten nicht schlecht.

Nicht nur, weil der Wert der 7,50 Meter hohen Anlage stolze 20.000 DDR-Mark betrug. Auch die 21 Figuren wurden bestaunt. Jede einzelne musste gedrechselt, geschnitzt und bemalt werden. Zwar mussten einige entwendete Figuren seither ersetzt werden, doch fasziniert das Kunstwerk die Betrachter auch heute noch. Dies war am Wochenende zu spüren, als der Geist der Weihnacht der Anlage wieder Leben einhauchte und Arne Sigmund zu einer "Zeit der Besinnung" aufrief.



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