Saison-Halali im deutschen Rallyesport

MOTORSPORT Freud und Leid bei der Havellandrallye

Beelitz. 

Beelitz. Die 49. ADAC/PRS Havellandrallye "Durch den Fläming" in und um Beelitz im Landkreis Potsdam-Mittelmark war die ultimativ letzte Rallye des Jahres 2022 in Deutschland. Unter die 56 Teilnehmerpaarungen mischte sich auch wieder eine diesmal neun Besatzungen starke westsächsische Abordnung, die allerdings ebenfalls stark dezimiert wurde. Wenngleich auch die Vor-Jubiläumsausgabe der traditionsreichen Havellandrallye als sogenannte Rallye 70 (Ein-Tages-Veranstaltung mit maximal 70 Wertungsprüfungskilometern) nur sieben Zeitenjagden beinhaltete, gab es auch auf Grund des hohen materialmordenden Schotteranteils von etwas über 50 Prozent eine sehr hohe Ausfallquote. So kamen von den 55 gestarteten Autos nur 32 ins Ziel.

 

Souveräne Sieger

 

Souveräne Gesamtsieger wurden Marc Bach aus Ziltendorf und Norman Jakobs aus Rheinsberg, die mit ihrem Mitsubishi Lancer Evo 9 alle sieben WP-Bestzeiten markierten und am Ende eine um 1:10 Minuten geringere Gesamtwertungsprüfungszeit als die Zweitplatzierten hatten. Diese waren die Finnen Petri Reinikainen und Timo Hallia in einem weiteren Mitsubishi Lancer Evo 9. Dritte wurden Robby Fechner und Florian Pitzk aus Vierlinden OT Friedersdorf bzw. Wittenberg in einem etwas neueren Mitsubishi Lancer Evo 10.

Als bestes (west-)sächsisches Team kamen Andreas Schramm und Sindy Schneider aus Schneeberg, die mit ihrem VW Polo GTI unter Flagge des MC Grünhain e. V. im ADMV starten, auf den guten zehnten Rang. Zugleich durften sie sich über den zweiten Platz in der Klasse NC 4 für Fahrzeuge der Gruppe F bis 1.600 ccm freuen.

In der Gesamtwertung zwei Plätze hinter ihnen landeten ihre Klubkameraden Dominic Gräbner aus Oelsnitz OT Neuwürschnitz und Yannik Keller aus Grünhain-Beierfeld. Sie traten mit ihrem Ford Fiesta ST 150 wieder in der Klasse NC 3 (Gruppe F bis 2.000 ccm) an, in der sie als Vierte das Klassenpodest knapp verpassten.

Ebenfalls in der am stärksten besetzten Klasse NC3 waren der Chemnitzer Ex-Motorradrennfahrer Silvio März und Karina Derda aus Wittenberg am Start. Nach einem frühen Ausrutscher mit ihrem VW Golf 3 GTI 16V landete die Besatzung vom Chemnitzer Automobil- und Motorradclub e.V. im ADAC auf dem 21. Gesamt- sowie siebenten Klassenrang. Als 25. des Gesamtklassements durften sich Alexander und Cornelia Klemm aus Jöhstadt, die wieder ihren Fiat Panda 1.4 pilotierten, über den Klassensieg in der NC 5 (Gruppe F bis 1.400 ccm) freuen.

 

Auch Westsachsen gehörten zu den zahlreichen Ausfallopfern

 

Die westsächsischen Ausfallopfer waren der Reihe nach Aaron und Henrik Jungnickel (Chemnitz/Waldenburg, BMW 318is E36), Christian Bauer/Jenny Zander (Fraureuth/Mülsen, Renault Clio II Ragnotti), Axel Bayer/Rico Wächtler (Chemnitz/Augustusburg, Subaru Impreza Diesel), Rigo Sonntag/Peter Messerschmidt (Mülsen/Reiser, Honda Civic Type R) sowie die bis kurz vor Schluss auf dem starken achten Gesamtrang liegenden Pierre Günther/Markus Ernst (Sehma/Grünhain, Honda Civic Vtec).

 

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