"Superlative"

Angemerkt von Wieland Josch

Erdrutsch, Erdbeben, Zeitenwende und was nicht noch für weitere Superlative wurden am vergangenen Wochenende intensiv strapaziert. Grund dafür waren natürlich die verschiedenen Wahlen, für die an die Urnen gegangen wurde. Weshalb sich viele bei Ergebnisbekanntgabe so überaus überrascht gaben, bleibt allerdings ihr Geheimnis, denn sind wir mal ganz ehrlich: Irgendwie ist nichts passiert, was nicht zu erwarten gewesen wäre. Auch beim Nachgeplänkel gibt's nichts Neues. Im Gegenteil, denn fast schon unheimlich bekannt kommt es einem vor, wenn bei den zahlreichen Wahlverlierern unter der Maßgabe "Wir ordnen das Ergebnis für uns ein" abgewiegelt und so lange gequasselt wird, bis sich das Ganze nicht mehr so schlimm anfühlt. Konsequenzen werden wie üblich gefordert, in der Hoffnung, dass sie bittschön trotzdem ausbleiben. Schon jetzt gelähmt schaut man auf den 1. September. Dann können wir alle uns schon auf weitere Superlative einrichten, die uns, wenig überraschend, um die Ohren fliegen dürften.