Truck-Grand-Prix: Motorsport wieder mit Fans

MOTORSPORT Meisterschaft in Most nicht wie sonst, aber immerhin

Most/Tschechien. 

Most/Tschechien. An diesem Wochenende rückten im Autodrom Most wieder die dicken Brummer aus. Zwar fand der Czech Truck Prix in Nordböhmen wieder am traditionellen Termin statt, doch im Corona-Wahnsinns-Jahr 2020 war das sogar der Saisonauftakt zur immerhin noch sechsteiligen Meisterschaft der FIA European Truck Race Championship. Diese wird in den nächsten zweieinhalb Monaten noch in Zolder in Belgien, im spanischen Jarama, auf dem Hungaroring in Ungarn, in Le Mans in Frankreich sowie im italienischen Misano Station machen.

Deutscher übernahm die Tabellenspitze

Die Siege holten sich in Most vor den wenigen zugelassenen Zuschauern der Ungar Norbert Kiss, der Tscheche Adam Lacko sowie Sascha Lenz aus Plaidt in Rheinland-Pfalz. Das vierte geplante Rennen konnte auf Grund eines längeren Regenschauers und den dadurch etwas aus den Fugen geratenen Zeitplanes nicht mehr ausgetragen werden. Somit reiste der Deutsche mit den meisten Punkten im Gepäck als Tabellenführer ab.

Das Rahmenprogramm war mit dem Clio Cup Central Europe, dem Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup, der historischen MAXX Formula, den Tourenwagen Legenden und dem Tourenwagen Revival erneut sehr reichhaltig.

Pokale gingen auch nach Westsachsen

Im Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup mischte auch wieder Sophie Hofmann aus Waldenburg mit. Die 22-jährige Studentin belegte im ersten Lauf den achten Platz und gewann damit die sogenannte Am-Wertung für Fahrer bzw. Fahrerinnen mit relativ wenig Erfahrung im Motorsport. Das zweite Rennen im Regen beendete sie auf Rang elf.

Sieger wurde sowohl am Samstag wie auch am Sonntag der Dresdner Gastfahrer Maximilian Paul, der sonst im ADAC GT Masters am Start ist. So auch am ersten Oktober-Wochenende auf dem Sachsenring. Garniert wurde das Starterfeld mit dem ehemaligen DDR-Meister Wolfgang Küther und dem Ex-DTM-Champion Frank Biela.

Bei den Tourenwagen Revivals griff auch der Ex-DDR-Rennfahrer Werner Liebers aus Hartmannsdorf mal wieder ins Lenkrad. In seinem Zastava belegte er in der ersten Gleichmäßigkeitsprüfung den zweiten Platz, trat dann aber mit einem anschließend offenkundig gewordenen technischen Defekt vorzeitig die Heimreise an.