Tschechien teilweise zum Risikogebiet erklärt! Das müsst ihr über die Einreise wissen

Corona Einige Grenzübergange sind ohne Quarantänepflicht passierbar

Die Bundesregierung hat weitere Bezirke in Tschechien am Mittwoch zu Risikogebiete erklärt. Das wurde am heutigen Donnerstag in einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Dabei handelt es sich unter anderem um Regionen aus elf Ländern der EU, wie das Robert-Koch-Insititut (RKI) aufführt:

Dänemark: die Region Hovedstaden gilt als Risikogebiet.

Frankreich: es gelten nun auch die Regionen Bretagne, Centre-Val de Loire und Normandie als Risikogebiete.

Irland: die Region Dublin gilt als Risikogebiet.

Kroatien: es gilt nun auch die Gespanschaft Lika-Senj als Risikogebiete.

Niederlande: es gilt nun auch die Provinz Utrecht als Risikogebiet.

Österreich: es gilt nun auch das Bundesland Vorarlberg als Risikogebiet.

Portugal: die Region (Großraum) Lissabon gilt als Risikogebiet.

Rumänien: der Kreis Covasna gilt als weiteres Risikogebiet.

Slowenien: die Region Primorsko-notranjska (Küstenland-Innerkrain) gilt als Risikogebiet

Tschechien: das gesamte Land mit Ausnahme der Regionen Aussiger Region (Ústecký) und der Mährisch-Schlesischen Region (Moravskloslezský) gilt als Risikogebiet.

Ungarn: es gilt nun auch Region Györ-Moson-Sopron als Risikogebiet.

Sowie außerhalb der EU:

Vereinigte Arabische Emirate: das gesamte Land gilt als Risikogebiet.

Antigua und Barbuda, Barbados, Dominica, Grenada, Kuba, Saint Lucia, Saint Vincent und die Grenadinen, Sankt Kitts und Nevis, Seychellen und Sri Lanka, gelten nicht mehr als Risikogebiete.

In Bezug auf mögliche Reisen zu unseren tschechischen Nachbarn bedeutet das konkret: Wer aus dem Bezirk Karlsbad nach Deutschland einreist, muss sich in einer zweiwöchigen Quarantäne begeben. Auch wenn man nur einen Tagesausflug gemacht hat. Das betrifft auch den Grenzübergang in Johanngeorgenstadt und alle Übergänge im Vogtland. Somit sind Personen, die alle Grenzübergange westlich von Oberwiesenthal passieren, einer Quarantänepflicht bei der Einreise nach Deutschland unterlegen, da dieser zur Karlsbader beziehungsweise Eger Region gehören. Keine Quarantänepflicht besteht demnach an den Übergängen Bärenstein, Jöhstadt, Reitzenhain, Kalek, und Brandau.

Anders sieht es im Bezirk Ústecký aus, in dem sich die Stadt Usti nad Labem und damit östlich von Oberwiesenthal befindet. Hier kann man noch ohne einer Quarantänepflicht Aus- und Einreisen. Das führt nun zu einem riesigen Durcheinander für viele Tagestouristen im Erzgebirgskreis. Beispiel: Der Grenzübergang Oberwiesenthal/B 95 gehört zur Quarantäneregion, der Fußgängerweg anch Loucna - Oberwiesenthal aber nicht, da dieser sich in der Region Ústecký befindet.

Laut der deutschen Botschaft in Prag gelten Sonderregelungen bei der Ein- und Ausreise für bestimmte Personengruppen. "Ausnahmeregelungen von der Pflicht zur Quarantäne oder der Vorlage eines negativen PCR-Tests, hat jedes Bundesland in seinen Quarantäne-Verordnungen festgelegt", heißt es auf der Website. Solche Ausnahmen können z.B. bestehen:

• generell für Reisende, die Deutschland nur im Transit durchqueren bzw. das Bundesgebiet direkt verlassen.

• für zwingend notwendig und unaufschiebbar beruflich oder medizinisch veranlasste Reisen (z.B. Bayern),

• für den beruflich bedingten grenzüberschreitend Personen-, Waren- und Güterverkehr (z.B. Bayern und Sachsen)

• für Personen, die sich weniger als 48 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder die einen sonstigen triftigen Reisegrund haben; hierzu zählen insbesondere soziale Aspekte wie etwa ein geteiltes Sorgerecht, der Besuch des nicht unter dem gleichen Dach wohnenden Lebenspartners, dringende medizinische Behandlungen oder Beistand oder Pflege schutzbedürftiger Personen (z.B.Bayern und Sachsen).

"Die Entwicklung war zu erwarten, da die Infektionszahlen in Tschechien stark angestiegen sind", sagte der CDU-Bundestagsabgeordne Alexander Krauß. Das Land führe auch eine Sperrstunde in den Gaststätten ein. Ab 22 Uhr müssten Kneipen schließen. Im ganzen Land gab es in den vergangenen 14 Tagen 219 Infektionen pro 100 000 Einwohner. Nur in Spanien gab es EU-weit noch mehr Infektionen. "Abstand halten und achtsam sein - darauf kommt es jetzt weiterhin an", sagte Krauß. Tschechien sollte ein warnendes Beispiel sein, um Hygieneregelungen nicht zu vernachlässigen, so Krauß.