25 Mal Magie, Musik und Fantasie

Vierteljahrhundert Die Stelzenfestspiele bei Reuth feiern ein Jubiläum

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Zauberer Gabor Vosteen verblüfft sein Publikum. Foto: Simone Zeh

Reuth. Zauber versprühten die Stelzenfestspielen bei Reuth von Anfang an. Und diesmal ganz besonders, denn das 25. Festival wird gefeiert. Dem Jubiläum widmet sich insbesondere der Samstagabend (24. Juni) mit Magie, Musik und Fantasie. Künstler, die auf außergewöhnliche Weise ihre Handschrift in Stelzen hinterlassen haben in diesem Vierteljahrhundert, kommen noch einmal an den Ort der nicht alltäglichen Geschehnisse zurück.

"Zauberer Gabor Vosteen spielt auf fünf Flöten gleichzeitig", macht Festivaldirektor Henry Schneider, der den Abend moderiert, Appetit. "Es gibt Zaubergeschichten und Illusionen." Gute Bekannte in Stelzen sind auch Alexander Neander und Wolfram von Bodecker aus Berlin mit ihrer imposanten, verblüffenden Pantomime. Der Leipziger Roland Keil ist mit Feuerzauber dabei. Und Jorgos Katsaros bringt mit Artistik zum Staunen.

Ebenfalls am Samstag (14 Uhr) werden die Zwillingsbrüder Ratko und Radisy Teofilovici mit polyphonen Gesängen in der Dorfkirche überraschen. Hier treten auch vier junge Holländer als Streicherquartett auf. Durch die Samstagnacht geleiten Ivan Ivanovich und the Kreml Krauts mit Polka, Punk und russischer Folklore.

Würdiger Abschluss mit Trompetenkonzert

Der Sonntag (25. Juni) beginnt um 11 Uhr mit "Früh gestrichen", wenn in der Kirche Karl Goldmarks Streichquintett a-Moll und Luigi Boccherinis Quintettino "Aufziehen der militärischen Nachtwache in Madrid" C-Dur erklingen. Klanggeheimnissen kommt man in der Kirche bei dem Spiel auf der Glasharmonika von Christa und Gerald Schönfeldinger (Wien) auf die Spur.

Zum großen Abschlusskonzert erklingen die Akademische Festouvertüre von Johannes Brahms, das Trompetenkonzert von Johann Nepomuk Hummel, Ludwig van Beethovens fünfte Sinfonie und der Stelzentango für Orchester, Bandoneon und Melkspinne von Marcelo Nisinmann. Viele Besucher werden sich freuen, dass extra zum Jubiläum Roderick MacDonald (Boston) kommt und Trompete spielt. Und ein Bonbon für alle 25-Jährigen gibt's obendrein: Wer so alt ist wie die Stelzenfestspiele, genießt beim Abschlusskonzert freien Eintritt.