"Arabella" überzeugt mit psychologischem Reichtum

Operette Freiberger Theater feierte am Samstag Premiere

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Leonora del Rio verkörpert die Titelrolle in der Oper "Arabella". Foto: Christoph Nieder/Theater Freiberg

Freiberg. Nach dem großen Erfolg des "Rosenkavalier" vor zwei Jahren hat jetzt die letzte gemeinsame Oper von Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss am Samstag, den 18. März um 19 Uhr am Freiberger Theater Premiere.

Leonora del Rio verkörpert die Titelrolle, Tochter einer verarmten Adelsfamilie, auf der die letzte Hoffnung ihrer Eltern ruht: Sie muss einen reichen Mann heiraten. Fast schon hat sie sich in ihr Schicksal ergeben, träumt im dekadenten Wien aber immer noch von dem "Richtigen", von der großen und wahren Liebe. Da erscheint Mandryka (Guido Kunze), ein Landadliger vom äußersten Rand des Reiches, fremdartig, aber attraktiv und ungeheuer reich.

Die Geschichte hat etwas Märchenhaftes; die Autoren sprachen auch von einer "Operette". Zugleich aber zeichnen sie Figuren von großem psychologischen Reichtum und entwerfen die Utopie einer Beziehung, deren Träume zwar beschädigt werden, die dafür aber an Realität gewinnt. Die musikalische Leitung hat GMD Raoul Grüneis; Judica Semler inszeniert in der Ausstattung von Annabel von Berlichingen.