Auf den Spuren der Cowboys und Indianer

Veranstaltung Karl-May-Festspiele in Radebeul

Die Indianer tanzten in Radebeul. Foto: Maik Bohn

Radebeul. Die Stadt, in der einst Karl May lebte und beerdigt wurde, wurde jedes Jahr wieder zur Pilgertstätte.

Am Wochenende kamen rund 30.000 Besucher. Diese konnten bei tropischen Temperaturen drei Tage lang die geheimnisvolle Welt der Cowboys und Indianer erleben. Viele Händler boten passend zum Thema ihre Waren an.

Seit Jahren kommen Indianer der Oneida Indian Nation, allen voran Häuptling Ray Halbritter, zu diesem Spektakel. Sie zeigen ihre Sitten und Bräuche und begeistern jedes Mal aufs Neue.

Ein Weltenbummler als Schirmherr

Schirmherr der Veranstaltung war Abenteurer Andreas Kieling. Wie kein Anderer kennt er die Weiten unserer Welt und traf sogar schon auf richtige Indianer. Speziell als Tierfilmer ist er unterwegs und dreht Reportagen. Kieling staunte, was hier alles auf die Beine gestellt wurde.

Die Kultschmalspurbahn "Lößnitzdackel" wurde am Wochenende zum legendären "Santa Fe Express" und wurde mehrmals von Banditen überfallen.

Die Sternreiterparade, die jedes Jahr tausende Gäste an die Meißner Landstraße in Radebeul lockt, zählt von Jahr zu Jahr mehr Teilnehmer. Auch einige Schauspieler der Landesbühnen Sachsen, hier speziell von der "Naturbühne Rathen", auf der häufig Stücke von May gespielt werden, präsentierten sich und zeigten ihr schauspielerisches Können.

Kein "Hohen Stein" für Karl May

Einen kleinen Wermutstropfen gab es dann doch: Das Gebiet um den "Hohen Stein", auf dem seit Jahren die Oneida Indian Nation ihre Zelte aufschlägt, war aus Naturschutzgründen gesperrt.

Das bemängelte auch der Karl May Darsteller, der jede Woche auf den Spuren des echten Karl May wandelt und Erlebnisrundgänge am Karl May Museum anbietet. "Gästezahlen und Programmpunkte sind das Eine. Für mich ist wichtig, dass der ursprüngliche Charakter dieser Veranstaltung erhalten bleibt.", so der "Karl May"-Darsteller.