Chemnitzer Oper zeigt "Südseetulpen"

Operette Chemnitzer Auftragswerk am Samstag im Opernhaus zu sehen

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Szene aus Südseetulpen. Foto: Theater Chemnitz/Wuschanski

"Was erwartet man von einer Operette? Schmelzende Melodien, schmissige Ensembles, viel Wortwitz und eine Liebesgeschichte. Ist das alles? Beileibe nicht!", sagt Benjamin Schweitzer und er muss es wissen. Er hat das Auftragswerk der Städtischen Theater Chemnitz "Südseetulpen" geschrieben, das am 8. April um 19 Uhr in der Oper Chemnitz zu sehen ist.

"Eine Story, die sich - in der Tradition des Genres - auf historische Ereignisse stützt und sarkastisch deren Aktualität herausarbeitet", das ist für Schweitzer eine Operette. In seinem Stück liefern dabei die "Große Tulpenmanie" in Holland von 1637 und die englische "Südseeblase" von 1720 die historischen Konstellationen.

Darum geht es

Zwei englische Geschäftsmänner spielen die Hauptrollen. Sie lassen - nur durch eine Blumenzwiebel - die Aktienkurse des 18. Jahrhunderts in die Höhe schnellen... "Die Musik kombiniert Eingängiges mit der Klangwelt des 21. Jahrhunderts, behält dabei mit Tanzszenen, schmachtenden Arien und ironischen Chansons stets den Charme der Operette im Blick", so die Theater Chemnitz.

Der Komponist ist ein echtes Genie

Komponist Benjamin Schweitzer, 1973 in Marburg geboren, begann bereits im Alter von 16 Jahren ein Vorstudium in den Fächern Komposition, Musiktheorie und Klavier an der Hochschule für Musik in Lübeck; bald folgten erste Aufführungen seiner Werke und Preise bei Kompositionswettbewerben. Er studierte Schweitzer Komposition, Musiktheorie und Dirigieren an der Hochschule für Musik Dresden und in der Meisterklasse von Paavo Heininen an der Sibelius-Akademie Helsinki.