Erotik auf Schloss Augustusburg

Ausstellung "Mangamania" zeigt bis zum 10. Dezember die Facetten des japanischen Comics

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In der neuen Ausstellung werden erotische Mangas gezeigt. Foto: Schubert

Augustusburg. Ab Gründonnerstag sind in der neuen interaktiven Erlebnisausstellung "Mangamania - Große Augen garantiert" auf Schloss Augustusburg über 200 Original-Mangas aus mehreren Ländern, großformatige Big-Mangas, original Cosplay-Kostüme und Animes zu sehen. Man kann sich außerdem an multimedialen interaktiven Mitmach-Stationen und dem traditionellen Go-Spiel, an Computerstationen und bei Geschicklichkeitsspielen versuchen. Eine Bibliothek lädt zum Lesen von Mangas ein.

Erotische Mangas aus dem 18. und 19. Jahrhundert

Zudem gibt es in der Ausstellung einen Raum, der für Kinder und Jugendliche tabu ist. In der späten Edo-Zeit (etwa im 18. und 19. Jahrhundert) entstanden in Japan Shungas, also so genannte "Frühlingsbilder", mit teils eindeutigen erotischen Szenen.

Offiziell waren Shungas verboten, sie wurden jedoch geduldet. 1910 wurden sie dann endgültig verboten und ein Großteil von ihnen vernichtet. Shungas gab es als teure Gemälde und preiswertere Farbholzschnitte, die auch für das einfachere Volk erschwinglich waren.

Derartige Holzschnitte fanden sich auch im Fundus auf Schloss Lichtenwalde, einige sind nun in der Sonderschau zu sehen, wo der Bogen zur erotischen Pornographie in einigen der heutigen Mangas, Anime und Games geschlagen wird. Die Schau läuft bis zum 10. Dezember.