MotoGP: Aufbau auf dem Sachsenring beginnt

Motorsport Rennstrecke wird für Motorrad-Weltmeisterschaft vorbereitet

Foto: Ralph Koehler/propicture

Hohenstein-Ernstthal. Am kommenden Wochenende steigt die größte Motorsportveranstaltung Deutschlands auf dem Sachsenring bei Hohenstein-Ernstthal. Die weltbesten Motorradpiloten werden sich in drei Klassen wieder spannenden Positionskämpfe auf der Traditionsrennstrecke liefern.

Seit genau 90 Jahren werden hier in Oberlungwitz vor den Toren Hohenstein-Ernstthal´s Rennen gefahren. Erst vor Wochenfrist waren viele der noch lebenden Weltmeister hier am Ring, um gemeinsam diese 90 Jahre zu feiern.

90 Jahre Sachsenring

Ein Fest, welches die Organisatoren des ADAC hätten nicht besser auf die Beine stellen können. Mit über 45.000 Besuchern war es ein fantastisches Event mit Motorsport zum Anfassen.

Das wünschen sich viele der motogp-Besucher auch, doch die Regeln für einen Besuch in Fahrerlager oder Boxengasse sind schlichtweg strenger und wer nicht tief in die Tasche greift, kann seine Stars nur vom Rand der Strecke auch beobachten.

Es beteiligen sich nur wenige deutsche Fahrer an den Rennen

Am Wochenende starten nur vier deutsche Fahrer, die permanent den Klassen angehören. In der motogp ist es Jonas Folger, dem nach erfolgreichem Aufstieg sich nun versucht, in der höchsten Klasse zu stabilisieren. Aber auch in den anderen Klassen ist es mit deutscher Besetzung nicht gut bestückt.

Gerade einmal weitere drei Piloten sind in den Startlisten der Dorna zu finden. Da wären neben Folger die drei Deutschen Sandro Cortese, Marcel Schrötter (moto2- beide Intact Dynavolt Team) und Philipp Öttl (moto3- Team Südmetall Schedl GP Racing).

Wird der Sachsenring wieder auf wackligen Füßen stehen?

Ob es einen so großen Erfolg in Sachsen geben wird, bleibt abzuwarten. Durch die im Februar kurzfristige Umplanung des Termins Sachsenring - wurde nach vorn gezogen - hatten die Veranstalter nicht nur Mühe, ihre rund 600 Helfer zu bekommen, sondern auch viele, die Ihre Stammplätze schon weit vor Weihnachten 2016 gesichert hatten, mussten ihre Karten durch private Urlaubsplanung zurück geben.

Damit sich die ganze Sache hier am Sachsenring für den Veranstalter SRM rechnet, werden wohl weit über 200.000 Zuschauer an drei Tagen kommen müssen. Wenn nicht steht erneut, wie die Jahre zuvor der Erfolg finanziell auf wackeligen Füßen.