Unterschiedliche Ausbeute für Chemnitzer bei Heimrennen

Motorsport Jeremy Sydow und Justin Trache im Rahmen der Motocross-WM in Teutschenthal am Start

Teutschenthal. 

Was im Straßenrennsport der Sachsenring für die deutschen Fans ist, ist für die Motocross-Affinen Teutschenthal bei Halle an der Saale, denn hier wie da gastiert alljährlich die Weltmeisterschaft. Im Südosten Sachsen-Anhalts war das an diesem Wochenende wieder der Fall. Mit der WM im Blick waren auch zwei junge Chemnitzer im Rahmen des "Motocross Grand Prix von Deutschland" bei den gleichzeitig ausgetragenen EM-Läufen im Teutschenthaler "Talkessel" mit von der Partie. Während der 19-jährige Jeremy Sydow vor insgesamt über 30.000 Fans in der sogenannten EMX250 für 250-ccm-Viertaktmotorräder an den Start ging, war der zwei Jahre jüngere Justin Trache in der EMX125, in der Zweitakter mit 125 ccm Hubraum zu Einsatz kommen, zu Gange.

Sydow verpasste das Podest diesmal nur knapp

Für Jeremy Sydow geht die Saison erst jetzt richtig los. Der seit letzten November in Köln bei seinem Team DIGA-Procross lebende Sohn des ehemaligen MZ-Enduro-Helden Mike Sydow, hatte sich gleich beim ersten EM-Lauf im März im englischen Matterley Basin einen Handbruch zugezogen und musste daraufhin eine zehnwöchige Verletzungspause in Kauf nehmen. Bei seiner Rückkehr ins Wettkampfgeschehen gewann er Anfang des Monats beim zweiten Lauf des deutschen ADAC MX Masters im österreichischen Möggers auf Anhieb beide Läufe des ADAC MX Youngster Cups und nur eine Woche danach wurde er bei seinem ersten EM-Lauf 2019 im russischen Orlyonok mit den Plätze fünf und acht Gesamtfünfter der Tageswertung. Am wiederum darauffolgenden Wochenende setzte er im Lettischen Kegums mit den Laufplätzen zwei und fünf sowie Gesamtrang drei international noch einen drauf und hatte daraufhin Ähnliches bei seinem internationalen Heimrennen vor. Im ersten Lauf am Samstag sowie tags darauf wurde er guter Vierter und landete damit auch in der Tageswertung auf Rang vier.

Quali-Hürde war für Justin Trache noch zu hoch

Nicht so gut lief es bei Justin Trache, für den es in erster Linie darum ging, im Feld der insgesamt 85 Fahrer im Zeittraining unter den besten 40 zu landen und so einen Startplatz für die beiden Wertungsläufe zu ergattern. Am Ende fehlte ihm eine reichliche Sekunde, wohlgemerkt bei einer Rundenzeit von ziemlich genau zwei Minuten. Dennoch nahm der Azubi zum Groß- und Einzelhandelskaufmann für Schweißtechnik im väterlichen Betrieb viel Positives mit, hatte er doch erneut viel internationale Erfahrung gesammelt.