"Ich trinke im Alltag sehr viel Wasser": Sie ist Sachsens beste neue Fachkraft für Lebensmitteltechnik

Wie entsteht ein Produkt, das man ganz selbstverständlich im Supermarkt einkauft? So etwas wie Lichtenauer Mineralwasser oder Vita Cola? Diese Frage kann Rosa Köhler inzwischen beantworten - als ausgebildete Fachkraft für Lebensmitteltechnik bei der Lichtenauer Mineralquellen GmbH.

Die heute 20-jährige Rosa Köhler hat sich schon während ihrer Schulzeit an der Oberschule Niederwiesa für Chemie und Technik interessiert. Entsprechend wollte sie auch ihren Beruf wählen. "Ich habe mich auf Ausbildungsmessen in der Region umgeschaut, welche Unternehmen in der Nähe meines Heimatortes ausbilden. Da bin ich auf Lichtenauer Mineralquellen gestoßen, habe mich mit den Ausbildern unterhalten und bin zu einem Schnupperpraktikum eingeladen worden." Das absolvierte sie noch vor dem Schulabschluss - und entschloss sich zu einer Bewerbung beim regionalen Getränkehersteller.

"Wir nutzen diese Schnupperpraktika sehr gern, damit wir potenzielle Azubis kennenlernen können - und sie uns", erklärt dazu Lichtenauer Ausbildungsleiterin Yvonne Jäpel. Das Unternehmen bildet in sieben verschiedenen Berufen aus - neben der Fachkraft für Lebensmitteltechnik auch Lagerlogistiker*innen und Fachlagerist*innen, Maschinen- und Anlagenführer*innen, Berufskraftfahrer*innen, Mechatroniker*innen und Industriekaufleute.

Anhand dieser Berufsbilder lässt sich der Geschäftsbetrieb von Lichtenauer auch schon gut beschreiben. Direkt an der Quelle werden die Mineralwässer Margon und Lichtenauer in unterschiedlichen Varianten und Gebinden abgefüllt. Hinzu kommen Vita Cola sowie Wasser-plus-Sortimente von Lichtenauer sowie Bittergetränke von Margon. Die müssen auf bis zu drei großen Anlagen nicht nur produziert und in bis zu 700.000 Flaschen täglich abgefüllt, sondern auch zu Händlern und Kunden transportiert werden. Diese finden sich mittlerweile in ganz Ostdeutschland, auch wenn Sachsen das wichtigste Verkaufsgebiet von Lichtenauer bleibt. Über 155 Millionen Liter Mineralwasser und alkoholfreie Erfrischungsgetränke konnte das Lichtenauer Werk im Jahr 2023 absetzen.

Auch Rosa Köhler hat ihre Favoriten: "Ich trinke im Alltag sehr viel Mineralwasser. Aber ich mag auch unseren Fresh & FruiTea mit Grüntee und Limette", berichtet sie. Ein kleines bisschen interessanter als die Abfüllung von Wasser - da darf von Gesetzes wegen nicht viel dran gemacht werden - findet sie die Produktion von Erfrischungsgetränken. "Man darf aber auch die Wasserabfüllung nicht unterschätzen: Hier braucht es bei den regelmäßigen Qualitätskontrollen Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit." Diese beiden Eigenschaften gelte es mitzubringen, wenn man Fachkraft für Lebensmitteltechnik werden wolle, schließlich gehe es um die Sicherheit und das Wohlbefinden von Verbraucher*innen. Aber auch technisches Verständnis schade nicht, um sich in den Produktionsprozess hineindenken zu können, sagt sie.

Ausbildungsleiterin Yvonne Jäpel ergänzt, worauf es Lichtenauer bei der Einstellung neuer Azubis ankommt: "Wir achten auf die Noten in Mathe, Chemie und Physik, schauen aber vor allem auch auf die Motivation und Zuverlässigkeit der Bewerber*innen. Und besonders wichtig ist uns die Teamfähigkeit - denn von Beginn an wollen wir die jungen Mitarbeitenden in das über 200 Menschen zählende Lichtenauer-Team integrieren, da muss man Hand in Hand arbeiten können."

Diesen Integrationsprozess hat Rosa Köhler schon hinter sich - im Herbst 2023 schloss sie ihre dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Lebensmitteltechnik als Jahrgangsbeste im Kammerbezirk Chemnitz ab. "Neben der Auszeichnung habe ich auch ein Weiterbildungsstipendium der Industrie- und Handelskammer erhalten, das möchte ich in den nächsten drei Jahren unbedingt nutzen", erzählt sie. Sie habe sich um eine Fortbildung zum Getränkebetriebsmeister beworben, auch eine Weiterbildung zur Technikerin oder ein Ausbilderschein seien möglich. Mit dem Ende der Ausbildung spürt sie als Mitarbeiterin bei Lichtenauer mehr Verantwortung: "Man bedient jetzt die Maschinen komplett allein, während man in der Ausbildung immer Hilfe zur Seite hatte."

Habt ihr eine Meinung zu diesem Artikel oder einen Fehler entdeckt? Dann weist uns gern darauf hin.

Auch interessant für dich

Auch interessant