Das Deckblatt:
Ein Deckblatt ist nicht unbedingt ein Muss, kann aber zu einem angenehmen Gesamteindruck beitragen und so deine Bewerbung von anderen Mappen abheben. Hierbei gilt: Weniger ist mehr. Gestaltung ist das A und O, achte aber darauf, nicht mit Farben, Verzierungen oder extravaganten Schriftarten zu übertreiben. Wichtigste Inhalte des Deckblattes sind in jedem Fall der Titel der Position, um die du dich bewirbst, sowie der Name des Unternehmens und die eigene Anschrift. Ein Bewerbungsfoto ist hier noch nicht dringend vonnöten, kann aber den gesamten ersten Eindruck aufwerten.
Das Anschreiben:
Hier hast du auf maximal einer DIN-A4-Seite Raum, dich als Person vorzustellen und dich selbst bestmöglich zu vermarkten. Bevor das passiert, sollte zunächst ein Briefkopf den Beginn der Seite füllen, der aus Absender, Anschrift des Unternehmens, Datum und einer Betreffzeile mit dem Titel der angestrebten Position besteht. Das darauffolgende Anschreiben sollte mit einer kleinen Darlegung deiner Motivation und dem Grund des Schreibens beginnen und darauf folgend in der Vorstellung deiner Person münden. Im Hauptteil kannst du dann auf dich, deine Erfahrungen, deine fachlichen Kompetenzen und persönliche Eigenschaften eingehen, die dich zum Top-Kandidaten machen und wichtig für die umworbene Position im Unternehmen sind. Auch hier sind allzu lange Ausschweifungen und nicht wirklich relevante Fakten zu vermeiden. Zum Schluss kannst du in einer Art "Mini-Fazit" deinen Wunsch nach der Besetzung der gesuchten Stelle unterstreichen und mit freundlichen Grüßen enden - ausführlicher findest du einige Fakten zum Thema Anschreiben ab S. XX.
Der Lebenslauf:
Die Erstellung eines Lebenslaufes schreckt im ersten Moment häufig ab, ist in Zeiten von Formvorlagen und ganzen Websites, die dir einen Lebenslauf zusammenstellen können, aber wirklich kein Hexenwerk mehr. Nach Beendigung deiner Schullaufbahn wirst du merken, dass dein Karriereweg noch recht kurz ausfallen wird. Das ist allerdings überhaupt nicht schlimm und bietet Raum, mit ehrenamtlichen Aktivitäten, Vereinsarbeiten und "Special Skills" wie Programmiersprachen oder einem bestimmten Fremdsprachenniveau zu punkten. Ein wichtiges zu erwähnendes Kriterium ist dein Bewerbungsfoto. Heutzutage ist es aus Gründen der Antidiskriminierung nicht mehr in allen Branchen gefragt, oft freut sich dein Gegenüber trotzdem, dir ins Gesicht schauen zu können. Dabei gelten drei Grundvoraussetzungen:
In Sachen Qualität gibt es nach oben keine Grenze. Lass dein Bild von einem Profi machen!
Du musst dich in diesem Bild genau so wiedererkennen wie dein künftiger Arbeitgeber auch.
Kleidung und eventuelle Posen sind möglichst an die zu vergebene Stelle bzw. die Branche deines künftigen Arbeitgebenden anzupassen.
Die Anlagen:
Sind alle essenziellen Teile deiner Bewerbung geschrieben, ausformuliert und gestaltet, kommen nun deine Zeugnisse und Qualifikationen zum Zug. Dazu gehören Abschlusszeugnisse sowie Praktikums- und Arbeitszeugnisse. Spiele hier ruhig alle (relevanten) Karten aus, die dir einen Vorteil gegenüber anderen Bewerbern verschaffen könnten. Vergiss also auch nicht, Zertifikate oder Qualifikationszeugnisse zum Beispiel zu Computer- oder Fremdsprachkursen und Workshops anzuhängen. Auch Referenzen und Empfehlungsschreiben, die dir während deiner Schulpraktika, Ferienjobs oder anderweitigen Beschäftigungen ausgestellt wurden, sind hier gern gesehen. Frag also ruhig mal deinen Vereinsvorsitzenden, deine Übungsleiterin im Sportverein oder eine Lehrkraft aus der Musikschule, ob sie ein paar nette Zeilen zu deiner Person schreiben wollen.
Die Form:
Egal, in welchem Format - wichtig ist ein guter Zustand der Mappe. Kleinste Knicke und Flecken sind ein No-Go und können zu einer negativen Vorverurteilung führen. Bei der Gestaltung von Schrift und farbigen Elementen sowie anderen Gestaltungsmöglichkeiten wie Wasserzeichen sind ein einheitlicher Look und professionelles Aussehen wichtig. Eine originelle Idee ist nur dann etwas wert, wenn sie auch gut umgesetzt wird. Sollte dir das nicht gelingen, setze lieber auf einen klassischen, aber dafür soliden Look.
Der "Versand":
Wenn alle Punkte auf deiner Liste abgehakt sind, muss dein Aushängeschild nur noch irgendwie zum richtigen Empfänger gelangen. Hast du deine Bewerbungsmappe in physischer Form angefertigt, ist es meist der beste Weg, diese persönlich bei deinem zukünftigen Arbeitgeber abzugeben. Dabei kannst du nicht nur sicherstellen, dass beim Versand nichts schiefgeht, sondern dich auch gleich persönlich vorstellen und so einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Falls du deine Mappe doch per Post versenden möchtest, stelle sicher, dass sie ordentlich und im Originalzustand beim Empfänger ankommt.
Heutzutage finden die meisten Bewerbungen allerdings im Online-Format statt. Solltest du dich per E-Mail bewerben, achte auf eine halbwegs seriös wirkende E-Mail-Adresse. Eine Kurzfassung deines Anschreibens kann dann im E-Mail-Body auftauchen, du solltest es aber auch noch einmal vollständig in der Mappe haben. Für alle weiteren Dokumente gilt: Wichtig ist, dass alle Daten in einer gemeinsamen Datei - im Regelfall eine PDF - zusammengefasst und in der richtigen Reihenfolge sortiert sind. Musst du dich per Online-Formular auf einer Unternehmenswebseite bewerben, dann stelle vor allem sicher, dass du die richtigen Daten in die richtigen Formularfelder einträgst - und die richtigen Dokumente an den Stellen hochlädst, wo sie abgefragt werden. In beiden Fällen solltest du um eine Eingangsbestätigung deiner Bewerbung bitten, falls sie nicht automatisch an dich versendet wurde.
Wichtig!
Unterschätze niemals die Wirkung einer guten und strukturierten Bewerbung! Sie ist dein Aushängeschild und repräsentiert dich nicht nur, sondern bildet den ersten Schritt deiner Eintrittskarte in den Job deiner Wahl. Das zuständige Personalmanagement oder die Chef-Etage müssen sich häufig unter einer Vielzahl von Bewerbenden entscheiden - kleinste Nuancen können einen großen Unterschied ausmachen.
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